BIßher seind die Häuw mit sampt allen umbstenden gnugsam erklert, dieweil aber hernach
in stucken vil unnd offtmals der verführung gedacht wirt, ist von nöten gewesen etwas dar
von zumelden, damit ich nicht erst in stucken zuruck gezogen, oder im schreiben auffgehalten wirt.
Ⅱ.65v.2
39.1linked passage
39.2
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1570 Edition · fol. Ⅱ.65v.3
[Ⅱ.65v.3] Der verführung aber seind zweyerley, die erste wirt mit dem Wehr, die ander mit geberden
volführet, mit der Wehr zu verführen acht ich nicht not sein, nach leng zuhandeln, Dieweil
deren bisher offt in den zwey vorgehenden Wehren gedacht ist worden, nemlich das verführen
nichts anders sey, dann wann ich mein streich gegen einer Blös herführ, und aber alda gewar
wirt, das er demselbigen entgegen fehrt zu versetzen, also das mir derselbige hauw unnütz wirt,
so laß ich ihn daselbst fehl füruber lauffen, unnd verzuck ihn in demselbigen flug behend anders
wo hin, der nechsten Blös zu.
Ⅱ.65v.3
39.2linked passage
39.3
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1570 Edition · fol. Ⅱ.65v.4
[Ⅱ.65v.4] Zu solcher verführung gehört nun, das du der vier Blösse sampt anderen theilung wol bericht und
geübt seyest, also das du Meisterlich einen hauw den du nach einer obern Blösse richtest,
im herhauwen sein künstlich unmercksam verziehest, und den eben in dem ersten lauffen auff der
selbigen seiten unden durch, oder zu einer Blösse volfüren könnest, des nim diß Exempel, führe[Ⅱ.66r.1] ein gewaltigen Zornhauw gegen seiner Lincken, in dem und ehe dann solcher hauw den halben
weg gelauffen, so wende die halb schneid noch in der lufft dieweil die klingen im herfahren ist,
gegen ihm einwerts, das es scheinet gleichsam du ihm zum gesicht stechen woltest, eben mit solcher
verwandlung in der lufft erholest du dich zu einem andern Hauw, welchen du als dan erst vol
komen auch durch sein Lincke thun solt, es sey unden oder oben durch.
Ⅱ.65v.4Ⅱ.66r.1
39.3linked passage
39.4
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1570 Edition · fol. Ⅱ.66r.2
[Ⅱ.66r.2] In summa wiltu den Mann Oben rühren, so wincke oder trauwe zu voren Unden, oder wilt
du ihn zu Linck treffen, so trauwe ihm zu erst gegen seiner Rechten, auff das er mit seiner Wehr
hernach wischen muß, und dir also zur andern seiten raum gebe, wie solches in stucken weiter gelert
wirt werden.
Ⅱ.66r.2
39.4linked passage
39.5
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1570 Edition · fol. Ⅱ.66r.3
[Ⅱ.66r.3] In disem verführen nun ist das ander, so mit den geberden volbracht begriffen, aus welchen
beiden stucken vil und mancherley wunderliche stuck gefochten werden, damit du aber solches
verführens mit geberden ein eigentlichen verstand nemen mögest, wil ich dir solches etwas weit
leuffiger durch Exempel und sonst erkleren, dieweil aber das verführen mit geberden, wie auch
mit der Wehr in summa nichts anderst ist, dann ein hauw oder stuck also zeigen unnd auff
ein andere weiß vollenden, so mustu hie das Reitzen, Nemen und treffen, davon du hievor im
Dusacken gelert bist, wol mercken und betrachten.
Ⅱ.66r.3
39.5linked passage
39.6
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1570 Edition · fol. Ⅱ.66r.4
[Ⅱ.66r.4] Dann alle reitzung mit geberden oder sonst, wirt erstlich dahin gericht, das du ihn auff bringest
aus seinem vorheil zu hauwen oder stechen, so bald er dann herhauwet oder sticht, das du
im zum andern sein hauw (darzu du in auff bracht hast durch dein reitzen) mit gewalt auff haltest
oder außnemest, und ihn dermassen schwechest, auff das du ihm zum dritten ehe er sich wider
erholet in wol ohn schaden rühren und erlangen könnest, als dann ob er sich schon wider erholet
du mit schirmstreichen eben als bald wider fertig seyest im zubegegnen, als er kommen kan, doch[Ⅱ.66v.1] damit du solches dester baß verstehn mögest, wil ich dir etliche Exempel, nicht das es eben also
sein müste, sonder zur anleytung in bessere stuck, setzen, nemlich.
Ⅱ.66r.4Ⅱ.66v.1
39.6linked passage
39.7
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1570 Edition · fol. Ⅱ.66v.2
[Ⅱ.66v.2] Wiltu nun einen mit geberden verführen so gebrauch dich ongefehrlich nachgesetzter Ceremonien
also, wann du einen findest in der Underhut zur Rechten, so schicke dich in die Eisenport,
und stell dich mit geberden sam du ernstlich zu seinem gesicht stechen wöllest, zu solchen geberden
erhebe dein rechten fuß, und behalt dein gesicht steiff auff sein gesicht, unnd führe ihm also mit
beweglichem Arm, und zugetruckten henden, mit gerimpffter naß und auffgehebtem fuß die spitz
gegen seinem gesicht, als woltestu ernstlich stechen, und im hinein stechen wende die lange schneid
gegen deiner lincken ubersich, erschreck ihn also mit dem stich das er gehlingen aufffehrt den zuversetzen,
so laß dein stich (in dem er aufffehrt) umb dein Kopff verfahren, und Hauw im mit
gebucktem leib außwendig zu seinem rechten Schenckel, mit einem weiten zutrit, wach behend
auff mit Wehrstreichen, dir zum schutz.
Ⅱ.66v.2
39.7linked passage
39.8
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1570 Edition · fol. Ⅱ.66v.3
[Ⅱ.66v.3] Item schicke dich in die Eisenporten wie vor, und stell dich mit anschicklichen geberden sam du
im zum fuß hauwen woltest, und das auff solche weiß, Im zufechten sihe ihm mit ernsthafften
auffgethonen augen steiff auff sein fürgesetzten fus, in des erhebe dein Wehr, und buck dein leib mit
auffgehebtem fus, sam du alben zu mit einem zutrit Unden hauwen wöllest, aber in dem du dein
fus im zutretten nider setzest, so stiche von dem ort dahin du dein Wehr auffgehaben hast, für dich
hinein zum gesicht, in solchem stich behalt dein gesicht sampt den geberden steiff auff seinem fuß,
so merckt er den stich nicht biß das er geschehen ist, dann das ubersich heben deines Wehrs zum
Hauw ist dir ein erholung zum stich, und endet sich der trit und stich mit einander zugleich, und
dise alle soltu gegen die gbrauchen[!] und lernen, welche so steiff in ihrer versatzung ohn alle arbeit
stond zu warten, auff dein verhauwen oder stechen, dise mustu also auffbringen, und auß irem[Ⅱ.67r.1] vortheil reitzen, dieweil du ihm nicht also ohn vortheil darffest angreiffen, dann du mußt sorgen
das er dich in deinem eigenen stuck uberlang oder fange, derhalben mustu schauwen wie du ihn
auß seinem vortheil bringest, damit du solches dester besser verstehn kanst, so will ich das oben
angezeigt Reitzen, Nemen, Treffen, kurtzlich widerholen.
Ⅱ.66v.3Ⅱ.67r.1
39.8linked passage
39.9
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1570 Edition · fol. Ⅱ.67r.2
[Ⅱ.67r.2] Findestu den Mann in einer Hut oder quatier, darinen er auff dein stich oder hauw wartet, so
Hauwe im der nechsten Blöß zu durch, nicht das du in treffen woltest, schauw auch das du nicht
zu nahe bey im seiest, und hab acht das du dich in solchem hauw nicht vergebest, oder dein gwehr[!]
zu weit von dir auß der macht lassest, sonder behalt dein gwehr[!] gleich verborgenlich bei dir in guter
sterck und vollem gewalt, verstel dich doch mit gerberden sam habest dich verhawen, als bald
er deiner gegebenen blös zueilt mit hawen oder stechen, so erman dich gleich wider zum streich, und
Hauwe im sein herkomenden hauw oder stich mit der sterck von dir aus, oder hawe mit eim Dempffhauw
oben darauff wie dir das werden mag, und das heist der Nemer, darumb das du ihm die
Wehr gleich mit gewalt außnimest, welches er sich doch nicht versehen het, als bald du ihm sein
streich oder stich also genomen hast, so eile der nechsten Blöß zu, mit hauwen oder stechen, solche
nachhäuw heissen als dann der Treffer.
Ⅱ.67r.2
39.9linked passage
39.10
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1570 Edition · fol. Ⅱ.67r.3
[Ⅱ.67r.3] Also hastu Reitzen, Nemen und Treffen, welches doch nicht anders ist dan ursach geben zum
hauw, und denselben geursachten hauw versetzen oder abtragen, und als bald auch wider nach
hauwen zur Blöß, und ist nicht die meinung das du im Reitzhauw oder auch im Nemer, wo du
anders kanst, nicht treffen solt, sonder wirt allein darumm so genent, dieweil die fürnemst meinung
ist, entweders in aus seinem vortheil zu reitzen, oder sein hauw ausnemen und abtragen, kanstu
in dessen zugleich auch treffen ist ungewert, dann solche gemelte drey stuck kanstu auch wol durch
einerley häuw volbringen, als zum Exempel.
Ⅱ.67r.3
39.10linked passage
39.11
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1570 Edition · fol. Ⅱ.67v.1
[Ⅱ.67v.1] Nim den Zornhauw das ist der Wehrstreich vor dich, und schauw ob er sein wehr ober oder
underhalb des gürtels fürt, helt er sein wehr oberhalb des gürtels, so Hauw den ersten underhalb
seiner wehr durch die under Lini von deiner Rechten, den andern hauw auch von deiner
Rechten durch der obern Linien eine, den driten Hauw durch die ober oder under Linie nach, wo
du ihn bloß findest.
Ⅱ.67v.1
39.11linked passage
39.12
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1570 Edition · fol. Ⅱ.67v.2
[Ⅱ.67v.2] Auch wirt diser proceß nicht alwegen gehalten, dann du kanst wol Reitzen uund[!] treffen,
und zum letsten nemen, dieweil aber die erfahrung solche stuck (welche sich allein durch tegliche
übung lernen lassen) den mehrertheil muß verstendigen, will ichs allein bey disem Exempel bleiben
lassen, Nemlich findest du einen in der Underhuten eine, so Hauwe im zufechten ein Mittelhauw
ihm unversehens durch sein gesicht von deiner Rechten, mit disem hauw machstu das
er behend ubersich fehrt, und damit wirt er unden bloß, Derhalben hauwe den andern behend von
deiner Lincken durch sein füß ehe er des innen wirt, das ist der Treffer, auff solches wirt er behend
sein und dir zueilen, darumb Hauwe den dritten ein Wehrstreich von deiner Rechten, damit nim
stu[!] ihm sein herfliegende klingen aus, das ist dann der Nemer, dann die zwen Mittelhauw sollen
behend auff einander gohn, auff das dein anderer hauw trifft, ehe er recht aufffehrt den ersten
zuversetzen, damit der drit erst der Nemer wirt.
Ⅱ.67v.2
39.12linked passage
39.13
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1570 Edition · fol. Ⅱ.67v.3
[Ⅱ.67v.3] Vom versetzen und wie vilerley deren im Rappier sondenlich
für andern Wehren gebraucht werden.
DEr Versatzung werden hie sibenerley art gefunden, mit namen Absetzen, Abschneiden, Druchgehn,
Dempffen, Verhengen, Sperren, auß oder abführen mit auffrechter und mit hangen= [Ⅱ.68r.1] ter kling, Absetzen ist wann du aus der vier Legern eins, die Lang schneid gegen seinem Wehr gekehrt,
und in das Langort verwendest, Also führestu dein Wehr in der Underhut zur Rechten,
und dein gegenpart hauwet oder sticht auff dich, so trit von seiner Wehr beiseits auß, und fahr
mit ausgestrecktem Wehr ubersich, fürsich in das Lang ort, und fang ihm also sein herkomenden
stich oder hauw auff dein Lange schneid auff, in dem du ihm aber sein hauw also aufffangest, so
stich zugleich mit dem Langen ort für dir hin, das treib auß allen vier Legern.
Ⅱ.67v.3Ⅱ.68r.1
39.13linked passage
39.14
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TReib also, schick dich in die Underhut zur Rechten, und merck alda als bald dein gegenpart
sein hand auffzeucht, gegen dir zu hauwen oder stechen, so erhebe zugleich auch dein Wehr,
und streck also dein hand sampt der Wehr von deiner Rechten gegen seiner Lincken auß, zugleich
sencke in solchem ausstrecken dein geFeß undersich deinem Kni gleich, oder wo es dir müglich dar
under, also das dein kling mit dem ort etwas fürsich ubersich auff stande, entpfang ihm sein kling
auff die Lang schneid, und führe ihm die schnits weiß gegen deiner Lincken undersich vor dir,
das gehet auch zu beiden seiten.
Ⅱ.68r.2
39.14linked passage
39.15
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DAs Dempffen wirt genomen auß dem Oberhauw, wie es dann an ihm selber nichts anders
ist, mit welchem Oberhauw alle andere häuw gedempfft unf gebrochen können werden,
auff nach geschriben weiß also, schicke dich in die Underhut zut Rechten, wann er dir als dann [Ⅱ.68v.1] von seiner Rechten von Unden oder Oben, gegen deiner Lincken dir zu hauwet, so mercke in dem
er sein Arm außstreckt zum streich, so erhebe dein Wehr mit im zugleich, doch also das in solchem
erheben dein kling ubersich von dir aus, und dein gefeß undersich gegen dir stande, in solchem allem
tritt zwifach aus seinem hauw gegen seiner Lincken, und Hauwe nach ausweisung der auffrechten
Lini zu seiner Rechten, mit Langer schneid und gesencktem gefeß, sampt einem weiten zutrit
deines Rechten fuß von Oben, so triffestu auff die sterck seiner klingen, also das du in solchem
Dempffen dein oberer leib dem hauw nach, wol fürsich uber dein gebogen Kni undersich sencken
werdest, auff das dein gefeß im herab fahren etwas vor deiner klingen, mit ausgestrecktem
Arm zur erden kom, entzuckt er dir aber die Kling under der deinen herfür, unnd führet wider
einen andern gegen deiner Rechten, so spring in eil zwifach mit beiden füssen wol gegen seiner
Rechten, und Hauwe abermal von Oben, auswendig uber seinen rechten Arm, in solcher
maß wie vor, doch das der hauw nach seiner Lincken auffrechten Linien (wie der vorig nach
seiner Rechten Lini) gericht sey, so triffestu aber auff sein sterck, also kanstu mit dem Oberhauw
aus allen Legern Dempffen, so lang biß du ihn damit sein Arm dermassen schwechst und müde
machest, also das du ihm als dann leichtlich zum leib Fechten kanst.
Ⅱ.68r.3Ⅱ.68v.1
39.15linked passage
39.16
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ISt nichts anders dann wan du ihm in dem er sein kling herführet, under seiner klingen durchfarest
gegen der andern seiten, und als dann von derselbigen sein herfliegenden streich abfürest
gegen derselbigen seiten, bey welcher du erstlich dein Wehr hieltest, also führest du dein wehr
in der rechten Underhut, so merck aldo in dem er sein Wehr zum stich oder hauw herführet, so [Ⅱ.69r.1] führe oder thransforiere dein kling ein wenig gegen der erden hanget under seiner klingen durch
in eil gegen deiner lincken seiten, und schneide ihn von der selbigen sein herlauffenden haw oder
stich gegen deiner Rechten (ehe er in gantz volbracht hat) ab, also das du mit solchem abschneiden
wider in die rechte Underhut komest, und solches kanstu auch thun aus allen Legern zu beiden
seiten.
Ⅱ.68v.2Ⅱ.69r.1
39.16linked passage
39.17
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VErhengen ist ein solche Versatzung, da du dein gefeß mit fürsich ausgestrecktem Arm, oberhalb
deinem gesicht führest, also das dein kling gerichts undersich gegen der erden hang, und
thregest ihm also seine stich, bisweilen auch streich, mit deiner flech zu beiden seiten ab, heist darumb
Verhengen, dieweil in solcher versatzung dein kling vor deinem gesicht hangt, dasselbige
zu beschützen, und ob es wol auch aus allen Legern zu wegen bracht wirt, so ist es doch fürnemlich
und am bequemsten aus den Legern zur Rechten seiten zu brauchen, auff solche weiß schicke
dich in die Underhut zur Rechten, sticht oder hauwet dein widerpart auff dich, so trit mit deinem
lincken fus hinder deinem Rechten aus, gegen seiner Lincken, folg behend mit deinem Rechten
ferner zu ihm, in dem fahre mit deinem gefeß ubersich, unnd führe ihm sein klingen von deiner
Rechten gegen deiner Lincken, auff der flech deiner hangenden klingen ab, wie du solches an
den zweyen obern bossen zur rechten hand in nachgetruckter Figur, mit dem Buchstaben E. verzeichnet
sehen kanst.
Ⅱ.69r.2
39.17linked passage
39.18
No translation yet — showing the Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens transcription.
MErck hauwet dir einer auswendig zu deinem rechten Fuß, wann du in der Eisenporten stehest,
so sencke dein klingen mit dem ort undersich auff die erdt, ausgestreckt gerad vor deinem Fuß,
und weich mit austretten ein wenig beiseits, aus seinem hauw gegen seiner Rechten,
Sperre ihm als dann sein kling das er nicht durchkommen kan, also kanstu ihm alle häuw die er
unden durch hauwen will Sperren, und auffhalten, was aber sonst weiter Sperren sey, findestu
hievor im Schwerdt.
Ⅱ.70r.1
39.18linked passage
39.19
No translation yet — showing the Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens transcription.
DIses außschlagen volget aus dem Sperren also, Hauwet oder sticht dir einer gerichts zu deinem
undern leib, so zuck in dem er sein Wehr herführet, dein rechten Fuß zu ruck biß zu dem
hindersten, und erhebe zugleich auch dein Wehr ubersich, Hauwe also mit ausgestreckter Wehr
doch das die kling ein wenig undersich hang, von oben nider, sein kling von deiner Lincken gegen
deiner Rechten aus.
Ⅱ.70r.2
39.19linked passage
39.20
No translation yet — showing the Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens transcription.
1570 Edition · fol. Ⅱ.70r.3
[Ⅱ.70r.3] Oder schicke dich in das Lang ort hoch, sticht dir dein gegenpart unden zu, so laß dein kling
von deiner Lincken gegen deiner Rechten etwas undersich sincken, und Hauwe im also sein klingen
mit gesencktem wehr von dir, zwischen dir und ihm zur seiten aus, folg stehend mit deinen
stucken nach.
Ⅱ.70r.3
39.20linked passage
39.21
No translation yet — showing the Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens transcription.
STell dich in die Underhut zur Lincken, dem Wechsel gleich, also das die halb schneide gegen
deinem widerpart stande, sticht dein widerpart auff dich gegen deinem gesicht, so nim solches
mit halber schneid von deiner Lincken ubersich aus, gegen deiner Rechten starck in einem
riß, also das dein klingen oberhalb deinem Kopff wider umbschiesse in rechten Ochsen, von dan
nen[!] stich gegen seiner Brust, und in solchem stich verwende die Lang schneid undersich, unnd
kom wider in die lincke Underhut, von dannen nim wider aus wie vor.
Ⅱ.70v.1
39.21linked passage
39.22
No translation yet — showing the Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens transcription.
1570 Edition · fol. Ⅱ.70v.2
[Ⅱ.70v.2] Wie du nun mit halber schneid ubersich aus zu nemen gelehrt bist, also kanstu auch mit Langer
schneid und mit der flech ubersich außschlagen, und das aus beiden Underhuten, was aber
weiter vom Versetzen nötig, hastu hievor im Schwerdt und Dusacken nach der lenge gehört.