Das vierte theil dises Buchs handlet vom Fechten im Dolchen
daraus mann lehren kan, wie mann allerley dergleichen kurtze Wehren
gebrauchen soll, sampt vil schönen Ring stucken
so darunder begriffen.
Ⅲ.1r.1
43.1linked passage
43.2
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IN die Oberhut schicke dich also, führe deinen Dolchen hoch vor deinem gesicht,
wie das grosser Bild zur Rechten hand in diser Figur ausweißt, trit also zu im und
bleib mit deinem rechten Fuß vor, Sticht einer auff dich her, gegen deiner Lincken,
so fahre mit hangendem Dolchen von deiner Rechten gegen seinem, und fange
ihm seine hand mit deinen Dolchen hinder seiner hand bey seinem glid auff, also
das in solcher versatzung dein Dolchen knopff ubersich unnd die klingen under stehe, als bald
du nun mit solcher versatzung an sein glid rührest, so bald fahre mit deinem Dolchen (doch das
du in dem allem mit der Dolchen klingen hart an seinem Arm bleibest) under seinem Arm durch,
und oben wider umb seine hand, truck dein Dolchen klinge wol zu deinem Arm, so klemestu in
dester harter, Reiß im also sein hand gegen deiner Rechten seiten undersich, Demnach fahre mit deinem
Dolchen knopff inwendig an seinem rechten Arm ubersich gegen seinem gesicht oder Kin,
fehret er aber deinem Dolchen nach ubersich auff, so zucke umb den Kopff, und Stich nach der
zwerch inwendig gegen seinem rechten Arm zu seinem gesicht gantz durch, den letsten aber volbring
in einem Riß sampt einem abtrit deines Lincken fusses, gerad von oben durch sein gesicht,
Ⅲ.1r.2
43.2linked passage
43.3
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1570 Edition · fol. Ⅲ.2r.1
[Ⅲ.2r.1] STicht er dir von oben gegen deiner Lincken wie vor, so Stich uberzwerch gegen seinem herkomenden
Arm, also das dein Dolchen ober seinem Arm außgange, fange im also sein Arm
in den winckel zwischen deiner hand und dem Dolchen, in das handgleich auff, zu solchem stich
wende die Rechte seiten wol gegen seiner Lincken umb, damit du ihm sein hand zwischen deinem
glid und Dolchen dester harter fassen kanst, schliesse im also sein hand hart, und rucke im die undersich
gegen deiner Rechten von dir, damit verrenckestu im seinen Arm, wann du im seinen Arm
undersich gewunden hast, so zucke deinen Dolchen behende gegen deiner lincken Achsel, von dannen
stich oberhalb seinem rechten Arm (ehe dann er den vom undersich Reissen auffbracht) uberzwerch
gegen seinem gesicht durch, Den andern Stich im behend vornen gegen seiner Brust, bewar
dieweil dein gesicht mit deiner Lincken hand.
Ⅲ.2r.1
43.3linked passage
43.4
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1570 Edition · fol. Ⅲ.2r.2
[Ⅲ.2r.2] Also hastu zwo versatzung von deiner Rechten gegen seiner Lincken, nemlich mit der ersten
fangestu im sein handglid auff den hangenden Dolchen, starck von dir gegen deiner Lincken.
Ⅲ.2r.2
43.4linked passage
43.5
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1570 Edition · fol. Ⅲ.2r.3
[Ⅲ.2r.3] Die ander versatzung ist, das du im sein obgemelt hand gleich in dem er her sticht, under deinem
Dolchen mit einem gegenstich auff das glid deiner hand aufffangest. Wie du nun solche von
deiner Rechten volbracht hast, also soltu sie auch von deiner Lincken gegen seiner Rechten (wo
er dir außwendig gegen deiner Rechten stechen würde) in das werck richten.
Ⅲ.2r.3
43.5linked passage
43.6
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1570 Edition · fol. Ⅲ.2r.4
[Ⅲ.2r.4] Sonst wann dir einer gegen deiner Lincken hersticht, so soltu im gewaltiglich von uberzwerch
inwendig gegen seinem Arm, den fleschen oder dem inwendigen glid nahet der Restricta zu, starck
durch, dann das lembt in sehr, mit dem andern Stich reiß ausser und oberhalb seinem rechten arm[Ⅲ.2v.1] schlims gegen seinem gesicht starck durch, damit nimstu unnd reißt ihm (wo er schon hergestochen)
denselben undersich aus, Auch solt du auß diser Hut mit oberstichen uberlangen, er steche
von Rechter oder Lincker auff dich.
Ⅲ.2r.4Ⅲ.2v.1
43.6linked passage
43.7
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IN die Underhut schicke dich also, stand mit deinem rechten Fuß vor, halt dein Dolchen neben
deinem lincken Schenckel, das der vorder ort gegen des Mans gesicht außstande, Sticht
dein gegenpart auff dich her, so trit gegen seiner Rechten zur seiten aus, und Stich im außwendig
uber seinen rechten Arm, reiß den undersich zu dir, fahr mit deinem Dolchen knopff wider
ubersich gegen seinem Kin wie oben gelehrt, Stich behend wider von Oben gegen seinem gesicht
in einem Riß durch.
Ⅲ.2v.2
43.7linked passage
43.8
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1570 Edition · fol. Ⅲ.2v.3
[Ⅲ.2v.3] Item Sticht er von Oben, so fahr mit deinem zwerch Dolchen auff, und fang im sein hand
hinder seinem Dolchen, bey seinem gelenck der hand auff, und wind ihm mit deinem Dolchen
von inwendig umb uber seinen Arm, Reiß also den gegen deiner Lincken seiten, demnach Stich
behendiglich von vornen gegen seinem gesicht durch.
Ⅲ.2v.3
43.8linked passage
43.9
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DIse Hut ist wann du deinen Dolchen zur seiten dem gürtel gleich führest, oder auch gerad
vor dir, Dieweil aber aus disen gleich wie aus den andern versetzt wirt, will ich weiter hievon
zu schreiben, in die stuck sparen.
Ⅲ.2v.4
43.9linked passage
43.10
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IM Dolchen hastu zwo versatzung, die eine geschicht mit dem Dolchen davon bißher gesagt,
die ander geschicht mit der Lincken hand, also das du im mit derselbigen könnest seine hand
darinen er den Dolchen führet auffhalten, und empfangen, Wie du nun deren ein jede brauchen
solt, wirstu auch durch aus in nachfolgenden stucken bericht werden.
Ⅲ.3r.1
43.10linked passage
43.11
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1570 Edition · fol. Ⅲ.3r.2
[Ⅲ.3r.2] Item trit also mit der Oberhut zu im, und halt dein Lincke hand vor deiner Brust, sticht dein
widerpart als dann auff dich von Oben, so fang ihm sein hand mit deiner verkehrten hand, und
reib die umb von dir, und stoß ihm mit dem Knopff unden an sein gelenck, wie dich das eusser
Bild in der Figur B. lehrt.
Ⅲ.3r.2
43.11linked passage
43.12
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1570 Edition · fol. Ⅲ.3r.3
[Ⅲ.3r.3] Merck im zufechten geht einer auff dich mit einem oberstich, so underfahr ihm seine hand noch
also hoch in der lufft, behalt ihm also sein hand mit deiner Lincken in der höhe, greiff behend mit
deiner Rechten hand zu sampt dem Dolchen under seinem rechten Arm durch, kome damit der
Lincken zu hilff, wie du solches an den grössern bossen in der jetz gedachten Figur B. sehen kanst,
zugleich in dem du also durch griffen hast, so trit mit deinem Rechten wol hinder seinen rechten
schenkel, und schlieffe under des mit deinem Kopff under seinem rechten Arm durch, wirff ihn
also uber ruck, oder brich ihm den arm.
Ⅲ.3r.3
43.12linked passage
43.13
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1570 Edition · fol. Ⅲ.3r.4
[Ⅲ.3r.4] Item im zufechten komme in die Underhut, und lege den Dolchen auff deinen Rechten arm,
und merck in dem er von Oben her sticht, so underfahr im seinen rechten Arm mit einem zusprung
under seinem Dolchen, und fang im den auff dein zwerch Dolchen, nach bey seinem gelenck auf
als bald und gleich mit ergreiff in auch mit deiner Lincken hand bei seinem Elenbogen, rucke den[Ⅲ.4r.1] auff solche weiß (wie du in der Figur B. an den kleinern bossen sihest) zu dir, unnd Stich ihm
wo du wilt.
Ⅲ.3r.4Ⅲ.4r.1
43.13linked passage
43.14
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IM zufechten halt deine hend kreutzweiß vor dir, die Recht uber die Lincke, also das dir dein
Dolchen auff deinem rechten Arm lige, Sticht einer von Oben her, so spring im under seinen
stich, und fahr gleich auch auff mit beiden armen, unnd fang ihm den seinen hinder seinem
Dolchen zwischen dein beide hend auff dein Dolchen klingen, und in dem sein hand auff die deine
herfelt, so ergreiffe im die zugleich mit verkehrter Lincker hand, Reib im die eilents unnd mit gewalt
von dir, und Stich im dieweil (du ihm also außreibest) mit deinem Dolchen oben nider
in einem Riß durch, als dann nach dem er dir under des sein hand ausgerissen, uberzwerch durch
seim gesicht und Arm nach.
Ⅲ.4r.2
43.14linked passage
43.15
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1570 Edition · fol. Ⅲ.4r.3
[Ⅲ.4r.3] Item Sticht dir einer von Oben, so underfahr im seinen Arm mit deinem zwerch Dolchen,
auff deinem arm ligent, in dem du im also versetzest, so greiff behend gleich mit sein Rechte an,
under dem aber dieweil du in mit deiner Lincken hand angreiffest, dieselbige weil fahr mit deinem
Dolchen von seinem Arm hindersich zu ruck ab, und fahr mit dem Knopff neben deiner rechten
wider von unden, und Reisse mit demselbigen starck ubersich zwischen seinen beiden Armen
durch, und Stich kurtz wider nider inwendig seinem arm zur Brust.
Ⅲ.4r.3
43.15linked passage
43.16
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1570 Edition · fol. Ⅲ.4r.4
[Ⅲ.4r.4] Sticht dir einer von unden, so falle mit dem zwerch Dolchen auff seinen Arm, und greiff im
den gleich auch mit deiner Lincken an, und fahr In des mit deinem Knopff uberhalb seinem arm[Ⅲ.4v.1] ubersich gegen seinem gesicht, und dieweil er demnach aufffehret das abzuweisen, so stich ihm
inwendig von uberzwerch zum gesicht durch, demnach ficht dich mit kreutzstichen von im.
Ⅲ.4r.4Ⅲ.4v.1
43.16linked passage
43.17
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1570 Edition · fol. Ⅲ.4v.2
[Ⅲ.4v.2] Merck wann dich einer uberlaufft mit einem oberstich, so versetze im mit deinem zwerch Dolchen,
der dann langs auff deinem Arm ligen sol, und gleich mit in solcher versatzung soltu deine
Lincke hand auff deiner Rechten kreutzweiß haben, und begreiff im also (in dem er her gestochen
hat) sein Dolchen, mit Lincker verkehrter hand von Unden, brich ihm den gegen seiner Rechten
achsel ubersich aus, in dem du also ausbrichst, so greiff mit deiner Rechten hand wol außwendig
uber sein Rechten arm, auff das wo er den Dolchen nicht lassen wolt, du bald mit deinem
Rechten hinder seinen Rechten trettest, und werffest in uber ruck von dir.
Ⅲ.4v.2
43.17linked passage
43.18
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1570 Edition · fol. Ⅲ.4v.3
[Ⅲ.4v.3] Merck im zufechten underfahre im seinen oberstich mit kreutzigeten henden, also das die rechte
hand in dem versetzen oben sey, und gleich mit in der versatzung ergreiff mit deiner lincken verkehrten
hand sein Rechte starck an, und Stich im dieweil du sein Rechte ergriffen hast, von unden
auff under sein uchsen, oder starck uberzwerch zu seinen Rechten Ripen, zuck dein Dolchen
behend wider under deinem Lincken arm gegen derselbigen seiten, Stich von dannen ubersich,
starck gegen seinem rechten Arm durch, demnach Stich von deiner Rechten uberzwerch gegen
seinem gesicht und Arm wegk.
Ⅲ.4v.3
43.18linked passage
43.19
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1570 Edition · fol. Ⅲ.4v.4
[Ⅲ.4v.4] Sticht dir einer außwendig gegen deiner Rechten zum Kopff, so Stich im außwendig uber
seinen Rechten arm, kleme ihm den zwischen deinem glid und Dolchen, und Reiß den zu dir biß
an dein rechte Brust, fall ihm mit der Lincken hand auff sein gelenck des Elenbogens, und brich
im den Arm, wie in der Figur C. an den obern kleinern bossen zur Rechten zu sehen.
Ⅲ.4v.4
43.19linked passage
43.20
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ITem Sticht dir einer Oben zu, so stich ihm außwendig uber sein rechten Arm wie vor, ruck
den zu dir, trit mit dem Lincken hinder sein Rechten, unnd greyff mit der lincken hand hinden
umb an sein lincke Achsel, unnd ruck ihn auff dein Lincke seyten, uber dein fürgesetzt beyn,
wie die mitlern obern bossen in obgedachter Figur anzeygen.
Ⅲ.5v.1
43.20linked passage
43.21
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Item zucket einer ein Dolchen auff dich, so greiff im sein hand nicht mit verkehrter sonder mit
geradem griff, hat er nun von Oben gestochen, und du hast ihm sein hand wie gesagt ergriffen,
so reibe ihm die in einem schwung gegen deiner Rechten undersich, und greiff mit Rechter verkehrter
hand sein Dolchen kling, brich im die von der hand aus, Sticht er aber von Unden oder
vornen gegen deinem gesicht, so begreyff im abermals sein hand wie vor, also das im angreyffen
alwegen dein kleiner Finger gegen seynen Arm stehe, dein daumen gegen seiner hand, und begreiff
ihm gleichfals wie vor, sein Dolchen mit Rechter verkehrter hand, und brich ihm den auß, wie
dich das eusser kleiner Bild in der Figur C. zur Lincken hand lehrt.
Ⅲ.5v.2
43.21linked passage
43.22
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1570 Edition · fol. Ⅲ.5v.3
[Ⅲ.5v.3] Item Sticht dir einer von Oben zu, so greiff mit deiner Lincken verkehrten hand sein Rechte
treib den ubersich umb von dir, und spring mit dem Rechten hinder seinen Rechten, unnd fahr
mit deinem Dolchen Knopff sampt offenner hand, vornen an sein gurgel, würff ihn von dir
uber dein recht beyn.
Ⅲ.5v.3
43.22linked passage
43.23
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ZIech die Rechte hand zu dir, unnd schlag ihm mit deinem Lincken Arm von aussen uber sein
Rechte, schwing dich mit dem schlag von ihm, gegen deiner Rechten seiten umb.
Ⅲ.6r.1
43.23linked passage
43.24
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1570 Edition · fol. Ⅲ.6r.2
[Ⅲ.6r.2] Item stehe mit dem Lincken vor, faß dein Dolchen in der mitte neben deiner Rechten, das der
Knopff uber die hand außstehe, sticht er als dann auff dich, so versetz den stoß mit deiner Lincken
verkehrten hand, von deinem gesicht, under des tritt mit deinem rechten Fuß wol zu ihm, also
das du dein Rechte seiten under deinem arm wol gegen ihm gewendet habest, unnd stoß in des
mit dem Knopff von Oben aussen uber seinen rechten Arm zum gesicht, unnd merck als bald er
den stoß versetzen wil, so fahr ihm von inwendig unden auff, zwischen sein beiden Armen zum
Kün mit dem vorderen ort starck ubersich durch, demnach Stich ihm wider von Oben durch
sein gesicht, mit einem abtrit, hab acht seiner Rechten mit deiner Lincken.
Ⅲ.6r.2
43.24linked passage
43.25
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1570 Edition · fol. Ⅲ.6r.3
[Ⅲ.6r.3] Item wann du ihm wie gelehrt, sein hand mit deiner Lincken auff gefangen hast, so trit abermals
mit deinem rechten Fuß zu ihm, und fahr mit deinem Dolchen under seinem und deinem
Arm durch, und reiß mit deinem Dolchen knopff ausserhalb uber seinem Rechten arm, starck
undersich gegen deiner Rechten auß, also das du in solchem undersich außreissen, mit deiner Lincken
seine Rechte ledig lassest, Stich demnach behendiglich von vornen durch sein gesicht, mit
einem abtrit deines Lincken Fuß.
Ⅲ.6r.3
43.25linked passage
43.26
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1570 Edition · fol. Ⅲ.6v.1
[Ⅲ.6v.1] Merck im zufechten schicke dich mit deinem Rechten fuß vor, unnd fasse deinen Dolchen das
dein klingen bey deinem kleinen Finger ausstand, und Stiche im von deiner Rechten von Oben
durch sein gesicht, im durch stechen so wende dein Dolchen behendiglich neben deiner Rechten
wider ubersich zum understich, und Stiche den andern gewaltiglich ubersich dem Arm zu durch,
also das du nach endung des stichs zu deiner rechten Achsel ankomest, von deren stich als dann
starck uberzwerch gegen seinem gesicht auch durch, den vierden stich starck von Oben wider durch
sein gesicht, und fahre behende mit uberzwerchem Dolchen auff gegen seinem rechten Arm zur
versatzung.
Ⅲ.6v.1
43.26linked passage
43.27
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Im zufechten so stich ihm vornen ernstlichen gegen seinem gesicht, und wann du merckest das
er dem stich begegnen wil, so fahre in dem der stich eben jetz antreffen sol, under seinem Rechten
arm gegen seiner Rechten durch, und Stich ihm außwendig uber seinem rechten Arm, mit dem
selbigen stich aber, so Reisse gegen deiner Rechten volendt undersich durch, und merck fleissig als
bald er sein Arm under deinem herfür entruckt, so folge mit der Lincken hand behendiglich von
unden seinem Rechten arm nach, und Stich ihm dieweil er noch im ubersich fahren ist, under
seinem Rechten Arm, ihm gegen sein gesicht.
Ⅲ.6v.2
43.27linked passage
43.28
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1570 Edition · fol. Ⅲ.6v.3
[Ⅲ.6v.3] Weiter wann du so nahet zum Mann komest, also das du ihn in einem zutrit erlangen kanst,
so fasse dein Dolchen aber wie vor, also das du dein Dolchen klingen auff deinem Arm ligen habest,
als bald er dir von oben zustechen will, so fahr demnach mit deinem rechten Arm und dar=[Ⅲ.7r.1] auff ligendem Dolchen von deiner Lincken ubersich, gegen seinem Rechten arm starck durch, und
folge auch mit deiner Lincken hand dem rechten Arm nach, auch under seinen Rechten, und behalt
ihm also seinen rechten Arm mit deiner Lincken hand in der höhe, und Stiche ihm dieweil
du im seinen Arm mit deiner Lincken auff heltst für sein brust, von dannen fahr behend wider auff
mit uberzwerchem Dolchen gegen seinem rechten Arm, als bald du ihm den ergriffen, so fahre
mit dem vorderen ort von inwendig uber seinen rechten Arm, reiß ihm den undersich, auch halt
ihm den selbigen mit der Lincken auff, und such ihm dieweil ein Blöß.
Ⅲ.6v.3Ⅲ.7r.1
43.28linked passage
43.29
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1570 Edition · fol. Ⅲ.7r.2
[Ⅲ.7r.2] Oder fahr abermal mit uberzwerchem unnd auff deinem Arm ligenden Dolchen auff, gegen
seinem herfallendem Rechten arm, und fahr mit solchem gegen dem seinen gantz ubersich durch,
folge mit dem Lincken auch ubersich under seinen Rechten Arm, demnach dieweil du mit deiner
lincken hand seine Rechte auffheltst, so Reiß mit deinem Dolchen Knopff neben deiner Rechten
seyten von unden ubersich, zwischen seinen beiden Armen gantz durch, und Stich ihm under
von Oben nider gegen seinem gesicht.
Ⅲ.7r.2
43.29linked passage
43.30
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1570 Edition · fol. Ⅲ.7r.3
[Ⅲ.7r.3] Merck wann einer gegen dir sticht, es geschehe von oben uberzwerch, oder von unden, so fange
ihm seine hand hinder seinem Dolchen auff, und rucke ihm die in eyl ubersich, unnd gehe mit
deinem Kopff under seinem Rechten arm durch, zugleich in solchem durchgehn trit auch mit deinem
rechten Fuß hinder seinen Rechten, wie dir solches der grosser boß in der Figur D. anzeigt,
zeuch also sein hand uber dein Achsel hart zu dir, und heb mit deiner Lincken hand sampt deinem
gantzen leib, sein rechtes Beyn ubersich, also magstu ihm den Arm brechen, oder ihn werffen,
welches du wilt. Bruch, wann dich einer also ergreyfft, so schauwe das du ihme den rucken
angewinnest, davon hernach.
Ⅲ.7r.3
43.30linked passage
43.31
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1570 Edition · fol. Ⅲ.8r.1
[Ⅲ.8r.1] Oder so er dir von Unden zusticht, so setze ihm den stich hinder seinem Dolchen auff sein hand
gleich ab, zugleich in dem du also mit deinem Dolchen versetzest, so ergreyff sein hand bey obgedachtem
glid mit deiner Lincken, ruck die also mit beyden henden zu dir an dein Brust, unnd
schwing dich behend auff deine Rechte seiten von ihm, so brichst du ihm den Arm.
Ⅲ.8r.1
43.31linked passage
43.32
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1570 Edition · fol. Ⅲ.8r.2
[Ⅲ.8r.2] Desgleichen wann du deinem gegenman seinen stich (den er von unden auff dich her gestochen
hat) versetzt, und mit beiden henden angriffen hast, so rucke ihm seinen Arm ubersich, und auf
dein Rechte seiten von ihm, und brich ihm den Arm uber dein Lincke Achsel, wie du an den kleinern
bossen in der Figur D. oben im winckel zur Rechten hand sehen kanst, dises kan auff etliche
weg gebrochen werden.
Ⅲ.8r.2
43.32linked passage
43.33
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MErck aber hie disen Bruch, wann dir einer dein hand also erwischt, und ubersich mit umbgekehrtem
leib auff sein Achsel rucken wil, so nim war in dem er sich umbwendet, so verwent
und ruck deinen Elenbogen ubersich, unnd fahr ihm damit uber seinem Kopff umb sein hals,
also das dein Rechter arm auff sein rechte Achsel kome, dieweil du aber solches thust, dieselbige
weil greiffe mit der Lincken hand eilents uber seiner lincken Achsel hinein, an sein gurgel, setze im
hiemit dein Rechten Fuß in sein KniKel, und zeuch ihn an rucken, auch kanstu disen Bruch mit
andern stucken enden.
Ⅲ.8r.3
43.33linked passage
43.34
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Sticht einer ernstlich auff dich her von Oben, so fang ihm seinen Arm hinder seinem Dolchen
zwischen dein beide hend, die dann kreutzweiß uber einander, die Rechte uber die Lincke geschrenckt
sein sollen, und in der versatzung greiff ihm sein hand gleych, oder den Arm nahet darbey, mit
deiner Lincken verkehrten hand hart an, reib ihm die ubersich von dir, und trit hiemit auch zugleich
mit deinem rechten Fuß hinder sein rechtes Bein, unnd fall ihm mit deiner rechten Hand
vornen an sein gurgel, wirff ihn also an rucken von dir, wie du solches in der Figur D. zur rechten
Hand sehen kanst.
Ⅲ.8v.1
43.34linked passage
43.35
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1570 Edition · fol. Ⅲ.8v.2
[Ⅲ.8v.2] Merck sticht dir einer von Unden, und felt dir mit seiner Lincken hand zugleich an dein brust,
oder hals, gegen deiner Lincken seiten, so schlag dein Lincken Arm aussen umb sein Lincken, und
mit deiner Rechten hand begreyff sein Lincken an deiner Brust, und stoß starck auff dein Lincke
seyten, so brichst ihme den Arm.
Ⅲ.8v.2
43.35linked passage
43.36
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1570 Edition · fol. Ⅲ.8v.3
[Ⅲ.8v.3] Item greifft er dir aber an dein rechte Brust, und Sticht unden, so versetz ihme den stich mit
der Lincken hand, unnd in der versatzung so stoß mit deiner Rechten hand sein Lincke hand von
der Brust, also das der Rechte daum unden sey, und in dem stoß fahr bald mit deinem Arm under
seinen halß, und mit der Lincken hand so greyff under sein Knibüge, so bald als du hast versetzet,
und wirff ihn uber dein recht Kni.
Ⅲ.8v.3
43.36linked passage
43.37
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1570 Edition · fol. Ⅲ.8v.4
[Ⅲ.8v.4] Stehe mit dem Lincken Fuß vor, unnd halt dein Lincke hand auff der Brust, Sticht er dir
demnach gegen deiner Kehl, so versetz ihm den Stich starck von deiner Brust, auff das glid hin=[Ⅲ.9r.1] der dem Dolchen, und in der versatzung begreyff sein Rechte hand mit deiner Lincken, und mit
deinem rechten Arm greyff unden durch, hinder seinem Elenbogen umb seinen rechten Arm,
und trit ihm vor mit deinem rechten Bein, und wend dich auff dein Rechte seyten kurtz umb, und
wirff ihn uber dein recht Bein.
Ⅲ.8v.4Ⅲ.9r.1
43.37linked passage
43.38
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1570 Edition · fol. Ⅲ.9r.2
[Ⅲ.9r.2] Item ein anders, Sticht er dir nach dem Halß, das versetz als vor, unnd in der versatzung
fahr mit deiner Lincken hand aussen unden umm sein rechten Arm, also das du mit deiner Lincken
hand wider von unden auff wider an dein Brust kommest, unnd mit deiner rechten Hand greyff
under sein Elenbogen, und heb also von unden auff so brichstu ihme den Arm.
Ⅲ.9r.2
43.38linked passage
43.39
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1570 Edition · fol. Ⅲ.9r.3
[Ⅲ.9r.3] Item ein stuck und Bruch, Stichstu ihme zu dem Halß, und er will dir umb den Arm fallen,
als vorgeschrieben stehet, so zuck den stich gar wenig wenn er dich begreyfft, und mit deiner Lincken
hand greiff bald uber sein Lincke achsel, und begreyff den ort am Dolchen, so hastu ihm den
Lincken Arm gefangen, und wirff ihn also mit dem Dolchen vor dir nider, oder greyff im nach
der gurgel.
Ⅲ.9r.3
43.39linked passage
43.40
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1570 Edition · fol. Ⅲ.9r.4
[Ⅲ.9r.4] Ein Bruch auff das wenn er den Dolchen also bey dem ort wil greyffen, so bald als er uber
fehrt mit dem Arm, so greyff mit der Rechten hand seinen lincken Elenbogen, unnd stoß den
starck ubersich von dir, hinder trit ihm ein Fuß, so felt er auff den rucken.
Ⅲ.9r.4
43.40linked passage
43.41
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1570 Edition · fol. Ⅲ.9r.5
[Ⅲ.9r.5] Merckestu das er dir den Mittelstich versetzen will, so stich nit ferner dann an sein hand, bey
derselben fahr behend unden durch mit verkehrter hand, also das der Knopff vorgehe, und kom
ihme also mit dem Rechten arm under sein Halß, und trit in des mit deinem Rechten bein hinder[Ⅲ.9v.1] sein Linckes beyn, unnd mit deiner Lincken hand greyff inwendig ober dem Kni an das Beyn,
und wirff ihn also uber dein Rechtes beyn.
Ⅲ.9r.5Ⅲ.9v.1
43.41linked passage
43.42
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EIn Bruch auff das, der dich also verführen will, und kompt dir mit dem Arm also vor den
Halß, so begreyff bald mit deiner Rechten hand sein Rechte, unnd mit deiner Lincken hand
greyff sein Rechten Elenbogen, und stoß den von dir, und nim ime das gewicht, so fellet er auff
die Nasen.
Ⅲ.9v.2
43.42linked passage
43.43
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1570 Edition · fol. Ⅲ.9v.3
[Ⅲ.9v.3] Stehe mit dem Lincken fuß vor, und versetz ihme den Oberstich starck von der Brust, mit deiner
verkehrten hand, und bleib also starck und hoch in der versatzung, unnd greiff bald mit deiner
Rechten hand hinder seinen Rechten Arm durch, von unden auff, unnd begreyff damit an
dein Lincke hand, auch trit hiemit behend mit deinem Rechten fuß wol auff sein Rechte seyten,
also das sein Arm mit dem Elenbogen auff dein rechte Achsel kom, truck also von dir, so brichst
ime den Arm, und merck wann du also unden durch hast gegriffen an dein hand, und trucks nider,
so magstu ihme auch den Dolchen nemen, mit deiner lincken Hand.
Ⅲ.9v.3
43.43linked passage
43.44
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1570 Edition · fol. Ⅲ.9v.4
[Ⅲ.9v.4] Item ein anders, Sticht er auff dich den Obernstich, das versetz starck, und als bald du versetzt
hast, so fahr uber seinen Arm gar umb, das dein Lincke hand kom wider vor dein Brust,
und trucke den Elenbogen auch an die Brust.
Ⅲ.9v.4
43.44linked passage
43.45
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1570 Edition · fol. Ⅲ.9v.5
[Ⅲ.9v.5] Item ein anders stuck, Sticht er den Obernstich, das versetze ihme starck mit der Rechten[Ⅲ.10r.1] hand, und mit solcher versatzung begreyff auch sein Rechte hand, mit deiner Rechten verkehrten,
Ruck die zu dir umb, und fall starck uber seinen rechten Arm in der mitte hinder dem Elenbogen,
und truck also von dir so brichst ihme den Arm.
Ⅲ.9v.5Ⅲ.10r.1
43.45linked passage
43.46
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ITem im zufechten nim den Dolchen in der mitte, unnd führ von deiner Rechten ein Mittelstich
under seinen Armen durch, so kommestu in die Linck Underhut, Sticht er nach, so nim
mit dem Knopff von dir auß, und Stich ihm lang nach von deiner Lincke uber sein Rechte, zu
seinem Kopff oder gesicht.
Ⅲ.10r.2
43.46linked passage
43.47
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1570 Edition · fol. Ⅲ.10r.3
[Ⅲ.10r.3] Item in was stuck dir einer dein rechten Arm erwischt oder greifft, es sey mit beyden oder einer
hand, so schlag ihn von unden auff starck in sein gelenck, oder fall ihm außwendig uber sein
Arm, mit stössen oder schlegen in sein gelenck, oder greyff ihn an mit Ringen.
Ⅲ.10r.3
43.47linked passage
43.48
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WAnn du mit einem zu thun hast, der ein Dolchen an hat vor welchem du dich besorgest, so fal
ihm an die nechste hand mit gleicher hand, als mit der Rechten seine Rechte, sein Lincke mit
deiner Lincken, mit welcher hand du in ergreyffest, zu derselbigen Ruck im sein hand, zuckt er als
dann mit der andern hand seinen Dolchen, so greyff mit der andern hand aussen uber den selbigen
Arm den du zu dir gezogen hast, und ergreiff also den andern Arm bey der Mauß, wie der bos= [Ⅲ.10v.1] sen gegen der Rechten hand in der Figur D. anzeygt, so kan er dich nit stechen, ob er schon mit der
selbigen hand den Dolchen gezogen hat, magstu ihn also werffen oder andere brich für die hand
nemen.
Ⅲ.10r.4Ⅲ.10v.1
43.48linked passage
43.49
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1570 Edition · fol. Ⅲ.10v.2
[Ⅲ.10v.2] Summa das greiffen ist im Dolchen das fürnemste, und werden die griffe nicht allein zu einer
hand, sonder auch zu beiden henden volbracht, Damit du aber hieraus ein verstand haben mögest,
so will ich dir solches durch etliche Exempel wider holen.
Ⅲ.10v.2
43.49linked passage
43.50
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IM zufechten Sticht dir einer von Oben, so fahr auff mit deiner Lincken verkehrten hand,
und fang ihm sein Rechte hand hinder seinem Dolchen bey dem glid, reib ihm die umb von
dir, und trit mit dem rechten Fuß wol zu im, zugleich in dem du also zu tritst, dieselbige weil fahr
mit deinem rechten Arm under seinem durch, und hebe ubersich so brichstu ihm den Arm, Auch
kanstu aller hand stuck es sey mit dem Dolchen oder sonst mit Ringen auff in treiben.
Ⅲ.10v.3
43.50linked passage
43.51
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STicht einer von Oben, so fang ihm abermal seinen rechten Arm hinder seinem Dolchen bey
seinem handgleich, aber nicht wie vor mit verkehrter hand, sonder gerad zu mit offner hand,
also das im angreiffen der Daumen gegen seiner hand, unnd der klein Finger gegen seinem Arm
stande, wann du ihn auff solche weiß ergriffen hast, so kanstu ihm den Arm von dir und zu dir
schwencken, schwenckestu ihn oder reibest ihn von dir, so magstu die stuck auff ihn treiben, welche [Ⅲ.11r.1] mit verkehrter hand gefochten werden, Reibestu im aber den, gegen dir auff dein Lincke seiten, so
merck in dem du im die also herumb Ruckest, so wind solche volent für dein Brust, und greiff mit
deiner Rechten hand seinen Dolchen, und ruck ihm den aus der hand, oder in dem du ihm also
sein hand ergriffen und zu dir gewendt hast, so wende dich von ihm auff dein Rechte seiten, und
Stich ihm hinden herumb in die anck, und was dergleichen stuck mehr seind.
Ⅲ.10v.4Ⅲ.11r.1
43.51linked passage
43.52
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GEschicht mit beiden henden, also wann er auff dich her sticht, das du deine hend kreutzweiß
habest, fang im also seine hand im gelenck zwischen dein beyde hend auff, Ruck die zu dir uff
welche seiten du wilt, demnach laß die ein hand ab und ledig, doch das du ihn mit der anderen
fest behaltest, und greiff anderswo ferner an nach deinem gefallen.
Ⅲ.11r.2
43.52linked passage
43.53
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1570 Edition · fol. Ⅲ.11r.3
[Ⅲ.11r.3] Merck im zufechten Sticht er von Oben herein, so fahre mit deinem Lincken arm wol under
den seinen, fang ihm denselbigen auff, winde im den selbigen von inwendig aussen umb seinen
Arm, und wende dich von ihm auff dein Rechte seiten, so brichstu im den Arm, wie du das, an
dem obersten bossen in der Figur F. zur Lincken hand sehen kanst.
Ⅲ.11r.3
43.53linked passage
43.54
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1570 Edition · fol. Ⅲ.11r.4
[Ⅲ.11r.4] Dieweil ich aber an einem andern ort vom Dolchen weiter schreiben werde, will ichs hie bey
beruhen lassen, und allein noch etliche Regel im Fechten dienstlich setzen.
Ⅲ.11r.4
43.54linked passage
43.55
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Merck im zufechten wann du deinen Dolchen gefaßt hast, also das die klingen bey dem kleinen
Finger außstehet, du führest als dann dein Dolchen in was Hut du wöllest, es sey unden oder [Ⅲ.12r.1] oben, zur Rechten oder Lincken, so hab acht und fleisse dich, das du ihm erstlich alwegen (es sey
von inwendig oder von außwendig) uber seinen Arm stechest, und mit solchem uberstechen ihm
seinen Arm undersich Reissest, und behendiglich zur Blöß stechest, oder mit dem Knopff stossest,
auff solche weiß wann du ihm außwendig uber seinen rechten Arm stichst, und ihm den undersich
Reissest, wie oben auch gemelt, so fahr im behende mit deinem Knopff oberhalb seinem arm
ubersich gegen seinem angesicht, wehrt er dir das und fehrt auff, so fahr ihm dieweil er noch auff
fahrt, under seinem Rechten arm durch, unnd Stich ihm inwendig gegen seinem gesicht oder
der Brust zu.
Ⅲ.11r.5Ⅲ.12r.1
43.55linked passage
43.56
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1570 Edition · fol. Ⅲ.12r.2
[Ⅲ.12r.2] Stichst du im aber von inwendig uber seinen Rechten arm, so Reiß den undersich gegen dir
oder deiner Rechten seiten, zuck und Stich im behend von deiner Lincken außwendig uber seinen
Rechten, auch ehe er mit dem arm wider auff komen ist, durch sein gesicht, Desgleichen soltu dich fürs
ander befleissen gegen seiner hand und dem arm zu zustechen, es sey von unden uberzwerch
oder von oben, als dann folge mit kreutzstichen gewaltig nach.
Ⅲ.12r.2
43.56linked passage
43.57
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Die andere Regel ist Durchgehn, also schicke dich in die Oberhut, und bleib starck in der versatzung,
mit ubersich außgestrecktem arm vor deinem gesicht, wann er auff dich her sticht, nemlich
von Oben oder schlims gegen deinem gesicht zu, so bucke deinen Kopff mit gesencktem
leib undersich, und fahre mit deinem Dolchen (dieweil er her sticht) under seinem Arm durch,
in solchem durchgehn trit wol gegen der seiten, gegen deren du durch gangen bist, zur seiten auß,
unnd Stich ihm oberhalb seinem Arm (dieweil er mit demselbigen nach herab fehrt) zu seinem
gesicht.
Ⅲ.12r.3
43.57linked passage
43.58
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1570 Edition · fol. Ⅲ.12v.1
[Ⅲ.12v.1] Desgleichen soltu mit deinen Stichen auch durchwechseln, also Stich im von oben schlims
gegen seinem gesicht, und merck als bald er aufffehrt dem stich entgegen, so fahre mit deinem Dolchen
behende unden durch, und dieweil du unden durchwechselst, dieselbige weil fahr auch mit
der Lincken hand für dein gesicht, seinem stich entgegen, und ficht im zur andern seiten zur blöß.
Ⅲ.12v.1
43.58linked passage
43.59
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Ferner soltu auch wahrnemen und mercken, das du von beiden seiten gewaltig, nemlich mit
Lincker und Rechter hand gegen einander unnd zusamen fechtest, also er steche dir von Lincker
oder von Rechter, von unden oder Oben zu, so fahr im mit der Lincken gewaltiglich dargegen,
und schlage ihm eintweders seinen herkomenden Arm auß, oder fang ihm den auff zugleich aber
in dem du mit Lincker hand also gewaltig zugreiffest, dieselbige weil ficht auch behendiglich zur
Blöß, oder kom mit dem Rechten arm sampt deinem Dolchen im angreiffen der Lincken zu hilff,
damit du ihm seinen Rechten arm dester stercker außwinden, oder schwechen mögest, und demnach
ihm also dester baß mit deinem Dolchen zur blöß komen könnest.
Ⅲ.12v.2
43.59linked passage
43.60
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1570 Edition · fol. Ⅲ.12v.3
[Ⅲ.12v.3] Deßgleichen wann du mit deinem Dolchen versetzest, du habest in dann auff deinem Rechten
Arm ligen oder sonst, so kome eilent mit der Lincken hand der Rechten zu hilff, also das beide
hend schier zugleich antreffen, und alwegen ein hand der andern folget, und zu hilff komet, damit
du alle Brich und Ringen dester stercker und geschwinder in das werck bringen mögest.
Ⅲ.12v.3
43.60linked passage
43.61
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Ist das verführen, das treib also, fasse deinen Dolchen in der mitte, unnd führe dein Lincke
hand vor deinem gesicht demselbigen zu schutz, trauwe ihm als dann in einem sprung mit deinem [Ⅲ.13r.1] Dolchen knopff von Oben auff seinen Kopff zu stossen, und nim wahr in dem er auff fehrt dem
zu begegnen, so zuck mit dem Knopff in solchem stoß vollen umb den Kopff, und Stich im mit
dem vordern ort uberzwerch gegen seinem gesicht durch.
Ⅲ.12v.4Ⅲ.13r.1
43.61linked passage
43.62
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1570 Edition · fol. Ⅲ.13r.2
[Ⅲ.13r.2] Item fasse deinen Dolchen das die klingen vor deinem Daumen außgeht, Stich im von oben
gegen seinem gesicht her, und in dem du ihm also zu seinem gesicht her stichst, so versetze im, und
bewahr dich dieweil mit deiner Lincken hand, fehrt er dieweil auch auff, deinem stoß entgegen,
so volführe deinen stich nit, sonder auff dem wege dieweil du noch hinein stichst, so verwende
dein Oberstich in ein Understich, unnd fahr ihm mit solchem stich under seinen Armen zum gesicht,
und Stich also lang vor dir hin, her widerumb trauwe ihm unden zustechen, als bald er
dem entgegen fehrt, so verzucke den stich, und führe denselbigen anderswo hinein.
Ⅲ.13r.2
43.62linked passage
43.63
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Die fünffte Regel lehrt dich aller hand angriff zu brechen, welches geschicht auff zweierley art,
Erstlich mit außwinden, Zum andern mit gegen greiffen, das außwinden treib also, hat dir einer
dein Rechte hand mit seiner Lincken verkehrten hand ergriffen, so wende eilents deinen Dolchen
knopff ausserhalb seinem Arm under dem selbigen durch, also das dein Dolchen knopff inwendig
an seinen Arm oder flech zustehn kome, greiff auch mit deiner Linck zugethonen faust
unden an dein Rechte, derselbigen zu hilff, reiß also mit deinem Knopff mit hilff deiner beider
hend inwendig seines Arms ubersich auß, stich als dann ein Mittel und Oberstich zusamen, oder such
sonst die Bloß mit andern stucken, Ergreifft er aber dir dein hand, doch nicht mit verkehrter hand
so zuck die selbige eilent zu dir, unnd winde gegen seiner offenen hand, bistu zu schwach, so kom [Ⅲ.13v.1] mit der Lincken abermal der Rechten zu hilff, Fürs ander hat dir einer dein Rechte hand mit seiner
Lincken verkehrten hand ergriffen wie nechst gesagt, so greiff mit deiner Lincken uber deiner
Rechten in seinen arm, ruck den also mit dein beiden henden zu dir, so gewinestu im den schwanck
und das gewicht ab, magst als dann nach deinem gefallen weiter arbeiten, Summa fleiß dich alwegen
das du ihm den Arm mit welchem er dich angriffen hat, mit deiner ledigen ergreyffest,
ruck also zu dir, so nimstu ihm das gewicht so gewinestu deinen vortheil.
Ⅲ.13r.3Ⅲ.13v.1
43.63linked passage
43.64
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1570 Edition · fol. Ⅲ.13v.2
[Ⅲ.13v.2] Item greifft dich einer an mit Ringen bey den Armen, so ergreiff in der eyl mit deiner Lincken
seine Lincke hand, ruck die zu dir, und schlag in des mit dem Rechten arm aussen uber die Lincke,
das dein Elenbogen vornen an sein Brust oder Kün kom, unnd trit als bald mit deinem Rechten
hinder sein lincken Fuß, unnd wirff ihn aus dem Fuß.
Ⅲ.13v.2
43.64linked passage
43.65
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1570 Edition · fol. Ⅲ.13v.3
[Ⅲ.13v.3] Item greifft er dich an mit Ringen, helt er dich dann nit fast, so begreiff sein Rechte hand mit
deiner Rechten, und ruck die zu dir, mit der Lincken hand begreiff ihm den Elenbogen, und schreit
mit deinem Lincken vor sein Rechten, schwing ihn also daruber, oder brich ihm den Arm, also
fall ihm mit der Brust auff den Arm.
Ⅲ.13v.3
43.65linked passage
43.66
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1570 Edition · fol. Ⅲ.13v.4
[Ⅲ.13v.4] Item begreyff mit deiner Lincken hand seine Lincke, und ruck ihn zu dir, und schlag ihm dein
rechten Arm aussen uber sein Lincke, und ergreyff ihn mit deiner Rechten hand sein rechten Arm,
und trit mit dem rechten Fuß für ihn, und schwing ihn auff dein recht seiten, so fellet er.
Ⅲ.13v.4
43.66linked passage
43.67
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1570 Edition · fol. Ⅲ.13v.5
[Ⅲ.13v.5] Item greifft dich einer bey den Armen, und du ihn auch, so laß dein Recht hand ab, und fahr
Unden durch, und schlag von unden an sein gelenck, davon besihe die obern kleinern und mit=[Ⅲ.14r.1] lern bossen in der Figur A. des rechten Arms, und brich mit solchem schlag also von Unden ubersich
durch, nach solchem ubersich schlagen ergreiff in bey dem rechten Elenbogen, unnd mit der
Lincken hand greiff under dem Elenbogen an sein Arm, und trit mit dem Rechten fuß zwischen
sein Beyn oder darhinder, und stoß in von dir.
Ⅲ.13v.5Ⅲ.14r.1
43.67linked passage
43.68
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14r.2
[Ⅲ.14r.2] Wann dir aber einer umb dein leib fehrt, es sey mit Lincker oder mit rechter, so schlag mit
demselben Arm under welchem er griffen hat, außwendig an sein gelenck, und wend dich von
ihm.
Ⅲ.14r.2
43.68linked passage
43.69
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14r.3
[Ⅲ.14r.3] Item hab acht als bald er sein Fuß starck helt, so trit ihm darwider, merck in allen Ringen das
er dich nicht an die gemächt stoß, also hab acht als bald er sein Fuß auff hebt zum gemecht stoß,
so schlag mit deinem Kni gegen seinem auß, trit ihm als dann nach mit einem trit oder stoß.
Ⅲ.14r.3
43.69linked passage
43.70
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14r.4
[Ⅲ.14r.4] Item so dich einer beschlossen hat, oder nach dir grifft mit offenen henden, so schauw das du
ihm ein Finger ereylst, den brich ubersich, so muß er lassen oder gewinst dein vortheil sonst.
Ⅲ.14r.4
43.70linked passage
43.71
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14r.5
[Ⅲ.14r.5] Item Ringestu mit einem gleichgefasset, so schauwe das dein bede Arm unden komen, begreiff
ihn also bey der mit, und heb ihn von der erden, in dem du in also auffhebest, so schlag ihn mit
einem Fuß an sein bein, und schwing ihn zur andern seiten so fellet er.
Ⅲ.14r.5
43.71linked passage
43.72
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14r.6
[Ⅲ.14r.6] Item so dich einer umb den leib anfallet, und will dich heben unnd werffen, so setz ihm ein
Kni zwischen sein beide bein hart an, so mag er dich nicht auffhehen, in dessen hab acht als bald
er dich hebt, und auff welche seiten er dich schwencken will, so hilff dir auff die ander.
Ⅲ.14r.6
43.72linked passage
43.73
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14r.7
[Ⅲ.14r.7] Merck felt dir einer unden an dein Bein (wie oben gelehrt) dich zuwerffen, so falle ihm mit
dem leib auff seinen leib, und fang ihn mit der Lincken umb den halß, truck mit derselbigen hart
an dich, und mitder[!] Rechten hand wart deines vortheils.
Ⅲ.14r.7
43.73linked passage
43.74
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14v.1
[Ⅲ.14v.1] Merck wann dich einer vorwerths zu Rung will angreiffen, so hab acht mit welchem Arm
er dich am ersten ergreiffen wil, denselbigen Arm ergreiffe im mit umb gewundenem arm starck,
mit der andern hand aber greiff in die Mauß des andern Arms, und truck mit derselbigen von
dir, wie du solches in der Figur F. an den obern bossen zur Rechten hand sehen kanst.
Ⅲ.14v.1
43.74linked passage
43.75
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14v.2
[Ⅲ.14v.2] Merck wann dich einer ergreifft bey deinen Achseln oder Armen, so schlag mit beiden henden
unden auff, unnd trenne ihm die Arm, fall ihm demnach behend mit gebucktem leib in die
bein, und zeuch an dich so felt er.
Ⅲ.14v.2
43.75linked passage
43.76
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14v.3
[Ⅲ.14v.3] Item merck in was Ringen dich einer an wil greiffen, so schauw in dem er her greifft, so
thu beide feust hart zu, und stell die an beide seiten brüst, und stoß mit den Elenbogen von dir,
umb dich, so schwingest dich ledig, greiff ihn behend an nach deinem vortheil.
Ⅲ.14v.3
43.76linked passage
43.77
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14v.4
[Ⅲ.14v.4] Merck so du einen in der eyl ergreiffst bey der hand, so ruck ihn zu dir, und fahr im mit der andern
hand umb den hals, das dein hand widerumb an dein Brust kom, und faß dein kleit zwing
in hart zu dir, so hastu in gefangen, wie du solches an den mitlern undern bossen in der Figur F.
sehen kanst.
Ⅲ.14v.4
43.77linked passage
43.78
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1570 Edition · fol. Ⅲ.14v.5
[Ⅲ.14v.5] Ergreiffestu ein bei seiner Rechten hand, schwing in auff, und gehe under seim Arm durch,
und trit mit deinem Rechten zwischen sein beide bein, und greiff mit deiner rechten Hand aussen
umb sein bein, ziehe sein rechten Arm wol zu dir uber deine Achsel, und heb ubersich, und wirff
nach deinem gefallen.
Ⅲ.14v.5
43.78linked passage
43.79
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1570 Edition · fol. Ⅲ.15v.1
[Ⅲ.15v.1] Im antrit ergreyffe ihm sein Rechte mit deiner Rechten, und ruck den zu dir, unnd greyff eylents
mit der Lincken hand uber deinem unnd seinem Arm hinuber, ergreyff ihn also bey seinem
Lincken kni oder Hosen, wirff ihn auff dein Lincke seiten, wie du solches an den zweyen bossen
in der Figur E. zur Lincken hand sehen kanst.
Ⅲ.15v.1
43.79linked passage
43.80
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1570 Edition · fol. Ⅲ.15v.2
[Ⅲ.15v.2] Was aber weiter in den Figuren fürgebildet, ist an ihm selber klar, Derhalben
dieweil an einem andern ort hie weiter geschrieben
wirt, wil ichs hiebey bleiben lassen.