Section 42 · 35 passages

Rapier, Appendix: Rapier and Companion Weapon (Dagger)

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1570 Edition · fol. Ⅱ.101r

[Ⅱ.101r] Nach dem nun bißher gnugsam ein Wehr zu einer hand allein zu führen, gelehrt ist worden, will ich auch kurtzlich anzeigen, wie du dich neben der Handgwehr, auch einer bey Wehr gebrauchen solt, als [Ⅱ.101v.1] zum ersten so fasse dein Rappier in die Rechte, und den Dolchen in die Lincke hand, unnd trit also mit beiden von dir ausgestreckten Armen zu ihm, wie dir solches das gegenwertig Bild hievor anzeigt.

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1570 Edition · fol. Ⅱ.101v.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.101v.3

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1570 Edition · fol. Ⅱ.101v.4

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1570 Edition · fol. Ⅱ.101v.5

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1570 Edition · fol. Ⅱ.101v.6

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1570 Edition · fol. Ⅱ.102v.1

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1570 Edition · fol. Ⅱ.102v.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.102v.3

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1570 Edition · fol. Ⅱ.102v.4

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1570 Edition · fol. Ⅱ.102v.5

[Ⅱ.102v.5] Sticht oder Hauwet er dir aber unden zu, nemlich gegen deiner Rechten, so versetze ihm solche mit deiner han= [Ⅱ.103r.1] genden klingen, und Stich ihm behends von seiner klingen ab, gegen seinem gesicht, fahre dieselbige weil, mit deinem Dolchen nach seiner klingen, mit einem zutrit deines Lincken fuß, als bald zucke dein Gefeß nach gethonem stich ubersich, und bleibe dieweil mit deinem Dolchen vor deinem gesicht, Hauwe demnach mit einem zutrit deines Rechten fusses, neben demselbigen von unden auff mit halber schneid ubersich, krefftiglich durch seinen leib, und zucke hiemit dein Wehr gegen deiner Lincken umb dein Kopff, unnd führe ihm einen gewaltigen hauw gegen seiner Lincken von Oben, unnd merck in dem solcher hauw auff seiner Versatzung antreffen soll, so zucke dein Wehr zu dir, und fahre mit derselbigen neben seinem Dolchen herumb, und stich ihm zur nechsten Blöß, führe (dieweil du solches thust) dein Dolchen mit ausgestrecktem Arm vor deinem gesicht.

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1570 Edition · fol. Ⅱ.103r.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.103r.3

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1570 Edition · fol. Ⅱ.103r.4

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1570 Edition · fol. Ⅱ.103v.1

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1570 Edition · fol. Ⅱ.103v.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.104r.1

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1570 Edition · fol. Ⅱ.104r.2

[Ⅱ.104r.2] Das dritte.

IM zufechten Sticht er dir von seiner Rechten gegen deiner Lincken unden her, so versetze ihm seinen stich mit deinem Dolchen von dir undersich ab, in dem und dieweil du also versetzest, so Stich ihm von Oben hinein gegen seinem gesicht, und mercke under des fleissig, als bald er mit seinem Dolchen deinem stich entgegen (den zu versetzen) aufffehret, so wechsel mit dem vorderen ort neben seinem Lincken arm unden durch, und Stich ihm zwischen seinen beiden Wehren inwendig zu seinem leib, versetzet er dir solches abermals, so zucke dein Rappier zu ruck wider ab, und Stich im von Oben zwischen seinen beiden Armen hinein, und brich mit solchem stich undersich gegen deiner Lincken zwischen seinen beiden Wehren durch auß, in dem du aber also außreyssest, so weiche mit deinem Dolchen zu ruck, neben deiner Lincken seiten hindersich, damit du nach ende des außreisses ungehindert mit deinem Rappier zur Lincken seyten ankommen könnest, von welcher Lincken seiten reisse mit halber schneide, sampt einem zutrit deines Lincken fusses, gegen seiner unnd deiner Rechten seyten durch seine beide Wehren starck auß, und fahre mit deinem Dolchen, deinem Rappier behendiglichen nach, auch an seine Rappiers klingen, unnd halte ihm dieselbige so lange auff, biß du ihn ober oder underhalb deinem Dolchen mit einem stich erlangen [Ⅱ.104v.1] unnd ereylen kanst, Dann wo du das Stuck recht machest, so wirst du gewiß ein Blösse finden werden &t[!].

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1570 Edition · fol. Ⅱ.104v.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.104v.3

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1570 Edition · fol. Ⅱ.104v.4

[Ⅱ.104v.4] Das sechst.

SChicke dich im zufechten mit deinem Rappier in die Lincke Underhut, und führe dein Dolchen auch zur Lincken seiten hinder dir, Sticht er als dann gegen deinem gesicht her, so fahre mit Langer schneide und außgestrecktem Arm ubersich gegen seiner klingen, als bald du ihm sein klingen auffgefangen hast, so fahre mit deinem Dolchen underhalb seiner und deiner Wehr durch, und reisse ihm mit demselbigen sein klingen, von deiner Rech= [Ⅱ.105r.1] ten gegen deiner Lincken starck auß, und Stich ihm in dem du ihm also außgerissen hast, von Oben gegen seinem gesicht, volführe aber denselbigen nicht, sonder zucke den eylents wider an dich, und Stich ihm als dann erst volkomen behendiglich und starck inwendig zwischen seinen beyden Wehren zum leib, mit disem gelehrten verzucken betreugestu ihn umb seine versatzung.

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1570 Edition · fol. Ⅱ.105r.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.105r.3

[Ⅱ.105r.3] Das acht.

WAnn du nun also zuruck getretten, und ein Wehrstreich durch sein rechte Achsel gethon hast, so stehest du mit deinem Lincken fuß vor, unnd hast dein Wehr in der Underhut neben deiner Rechten seiten, den Dolchen mit außgestrecktem Arm vor deinem gesicht, Sticht er nun abermals gegen deinem gesicht her, es geschehe gegen [Ⅱ.105v.1] deiner Rechten oder Lincken seiten, so wende die Lange schneide deines Dolchen gegen seiner Wehr, damit du im sein klingen aufffangest, oder den ohn schedlich von dir abtragest, zugleich in dem du also mit deinem Dolchen versetzest, so fahr dieselbige weil mit deiner Wehr under seiner klingen ubersich, deinem Dolchen zu hilff, also das du mit beyden Wehren zugleich versetzest, als bald sein klingen auff deine glützt oder rühret, so Stich underhalb deinem Dolchen zu seinem Bauch oder zur nechsten Blöß.

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1570 Edition · fol. Ⅱ.105v.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.105v.3

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1570 Edition · fol. Ⅱ.105v.4

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1570 Edition · fol. Ⅱ.105v.5

[Ⅱ.105v.5] Wann dich einer ubereylen, und mit ernst angreyffen wolt, so zucke dein Wehr, und ergreiffe dein Kappen [Ⅱ.106v.1] oder Mantel mit deiner Lincken hand, inwendig bey deiner Lincken achseln, bey dem kragen oder uberschlag, ziech den vom leib, unnd wicklen den selbigen umb den Arm, Hauwet oder Sticht er dir als dann gegen deinem gesicht oder leib her, so fang ihm (mit einem zusprung under sein Wehr) sein hauw mit deinem Wehr auff, und in dem sein kling auff die deine im Hauwen noch rühret, so eyle mit deinem Lincken arm, sampt der Kappen auch an sein Wehr, und kanst ihm also mit deiner Kappen sein Wehr auffhalten mit nachfolgen, und bleiben, so lang biß du ihn nach deinem gefallen geletzt, getroffen, oder uberwunden hast.

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1570 Edition · fol. Ⅱ.106v.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.106v.5

[Ⅱ.106v.5] Wie du dich mit einer Handgewehr, gegen einem Knebelspieß oder dergleichen gewehr halten solt.

DEm thu also, wann du von einem mit einem Knöbelspieß ubereylt und uberlauffen wurdest, so führe dein gewehr, nach dem du die in eil gezuckt hast, zur Rechten in die Underhut, also das du mit dem Lincken Fuß vor standest, und nim wahr, als bald und in dem er von Oben auff dich herschlecht, so springe ihm wol under sei= [Ⅱ.107r.1] nen streich zu ihm, wende hiemit dein Wehr ubersich, und entzucke ihm deinen Kopff mit beyseits außgebucktem leib, under seiner Stangen wegk, fange ihm also den schlag auff dein flache hangende klingen, wie du solches an dem fürgemolten bossen zur Lincken hand in obgedachter Figur hievor sehen kanst, und greiffe under des mit deiner Lincken hand under deiner Wehr in sein Stangen, wo er dir aber die Stangen ubersich entzucket, also das du im die nicht ergreiffen kanst, so Hauwe ihm dieweil er noch im ubersich zucken ist, zu der hand, welche er in der Stangen vor führet, unnd spring gleichwol in dessen, dieweil er wider von Oben herschlecht (mit wider hoch auff gewenter Versatzung) under seinem Spieß ferner zu ihm hinein, damit du ihm keine blatz lassest zu arbeiten, dan ihe neher du under seiner Stangen kommen bist, ihe minder er außrichten kan.

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1570 Edition · fol. Ⅱ.107r.2

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1570 Edition · fol. Ⅱ.107v.2

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