The fifth and last part of this book, in which will be taught and briefly handled the fencing of the Staff, the Halberd, and the Long Spear.
I have gathered these three weapons together in a figure, while the spear is best arranged, with its length, in the above perspective thus, as in every figure previously shown, noted with a letter, so the diligent reader should not yet leave and want thus the half staff as a foundation of all long weapons the first take for the hand and firstly advise how many the lyings thus how you the same in the work should do rightly, teach and describe.
1570 Edition · fol. Ⅲ.16r.1
[Ⅲ.16r.1] Das fünffte und letste theil dises Buchs
in welchem gelehrt und auffs kürtzest gehandelt wirt,
von dem Fechten in der Stangen, Helleparten,
unnd vom langen
Spieß.
DIse drey Wehr hab ich derenhalben zusamen in ein Figur gatiert, dieweil der Spieß
seiner lenge halben und nach der perspectiva sich also oben in Figuren am besten geschickt
hat, derenhalben dieweil dann ein jede Figur wie bißher auch geschehen,
mit einem sondern Buchstaben vermerckt, sol sich der fleissige Leser das nicht irren
lassen, unnd wil also die halbe Stangen als ein Fundament aller langen Wehren,
zum ersten für die hand nemen, und erstlich anzeigen wie vil der Leger, demnach wie du dieselbigenins
werck richten solt, lehren und beschreiben.
Ⅲ.16r.1
44.1linked passage
44.2
Of the Lyings or Guards.
There are five principal lyings, namely the Upper Guard, straight upward before you outstretched and to both sides; the Lower Guard also to both sides; furthermore you thus also have two Near Guards and a Middle Guard; lastly the Tiller Guard.
DEr Leger aber sein fürnemlich fünffe, nemlich die Oberhut, gerad ubersich vor dir außgestreckt
unnd zu beiden seiten, demnach die Underhut auch zu beiden seiten, ferner so hastu
auch zwo Nebenhuten und ein Mittelhut, letstlich die Steirhut.
Ⅲ.16r.2
44.2linked passage
44.3
Upper Guard
Arrange yourself in the Upper Guard like this: stand with the left foot forward and hold your staff with the rear part at your chest, so that the fore end stands straight up toward the sky. You should direct it to both sides in the Work, like you are now doing it straight in front of you. If you shall always stand well with the left foot forward, then you must not have your feet too far apart, so that you could always have a step forward.
IN die Oberhut schicke dich also, stand mit dem Lincken fuß vor, halt dein Stangen mit dem
hinderen theil an deiner Brust, also das der vordern ort gerad ubersich gegen dem Himmel
stande, wie du nun solche gerad vor dir anschickest, also soltu sie auch zu beiden seiten in das werck
richten, und ob du wol alwegen mit dem Lincken fuß vor bleiben solt, so mustu doch mit den füssen
nicht zu weit von einander komen, auff das du mit dem Lincken fuß alwegen ein fürtrit haben
könnest.
Ⅲ.16v.1
44.3linked passage
44.4
Lower Guard
Do it like this: stand with your left foot forward and hold your staff with the rear part at your flank and with the fore end outstretched in front of you on the ground. When you hold the butt at your right flank like this it is the same, whether you hold or direct the point outstetched to left or right or straight ahead; whichever you may change to, either after his thrust, or after your techniques are performed.
DIe mach also, stand aber mit dem Lincken Fuß vor, halt dein Stangen mit dem hindern ort
an deiner Weiche, und mit dem vordern ort vor dir außgestreckt auff die erden, wann du
nun also den hindern ort an deiner rechten Weiche behaltest, so gilt es demnach gleich ob du den
vordern ort zur Lincken oder Rechten oder gerad vor dir außgestreckt haltest, oder führest, welches
außstrecken du wandlen magst, eintweders nach seinem herfechten oder nach deinen fürgenomenen
stucken.
Ⅲ.16v.2
44.4linked passage
44.5
Near Guard and Middle Guard
For these, arrange yourself like this: stand with the right foot forward and hold your staff with the middle part at your left hip, so that the shorter end and the butt point toward your opponent, but the longer end points behind you. Show your right side to him well, as you see in the lower picture in Figure A on the right hand side. The Middle Guard is the straight defence in front of the opponent, from which most fence.
ZU deren schicke dich also, stand mit dem Rechten Fuß vor, halt dein Stangen mit dem mitleren
theil auff deiner Lincken hüfft, also das das kurtzer ort und hinder ort gegen dem Man,
das lenger aber hinder dir außstehe, beut ihm also die Recht seiten wol dar, wie dich solches das [Ⅲ.17v.1] under Bild in der Figur A. zur Rechten hand lehrt, die Mittelhut ist die gerade versatzung vor
dem Mann, daraus man dann am meisten ficht.
Ⅲ.16v.3Ⅲ.17v.1
44.5linked passage
44.6
Tiller Guard
In this, arrange yourself like this: stand with the left foot forward and hold your staff with the fore end in front of your left foot on the ground, and the butt with outstretched arms in front of your face, all such as you can see in the second picture on the left hand side in the previous picture. You should also do the guard like this: stand with right foot forward and hold your staff behind you, also with the fore end on the ground, so you can strike deftly.
IN dise schicke dich also, stand mit dem lincken Fuß vor, unnd halt dein Stangen mit dem
vorderen ort für deinem lincken Fuß auff die erden, und den hindern ort mit außgestreckten
Armen vor deinem gesicht ubersich, aller ding wie du solches an dem anderen Bild zur Lincken
hand in obgedachter Figur sehen kanst, Auch soltu dise Hut also machen, stand mit dem Rechten
Fuß vor, und halt dein Stangen hinder dir, auch mit dem vordern ort auff die erden, so bistu
geschickt zum streich.
Ⅲ.17v.2
44.6linked passage
44.7
Of the binds and the defences of the staff; also its parts.
The staff is divided into four parts, just as was taught previously of the other weapons. There are also four binds, and the first bind is performed at the fore end or outermost part of the staff; the second in front of the hand which is foremost on the staff; the third in the middle of the staff; the fourth will be performed with the butt end through the entering. You should especially be aware and take care of these parts and binds, because different techniques are appropriate to different parts, namely, in the first part and bind, the blow and flying thrust, in the second, staying in the winding and travelling after, and furthermore in the second entering and wrestling.
1570 Edition · fol. Ⅲ.17v.3
[Ⅲ.17v.3] Von dem anbinden und der Stangen versatzungen,
auch ihrer theilung.
DIe Stangen wirt auch in vier theil getheilt, gleichfals wie bißher von andern Wehren gelehrt,
Derenhalben hastu auch vier anbind, und geschicht das erste anbinden am vordern
oder eussern theil der Stangen, Das ander vor der hand, welche er in der Stangen vor führet,
Das dritte in der mitte der Stangen, Das vierdte aber wirt durch das einlauffen mit dem hindern
ort zu wegen gebracht, auff solche theilung und anbinde soltu sonderlich acht nehmen unnd
haben, dann es sonst sorglich ist, wo man sich nicht befleißt in einem jeden theil des selbigen zugehörete
stuck zu Fechten, als nemlich im ersten theil und anbind die schleg und fliegende stöß, im
andern die bleiben Winden und nachreisen, und ferner in den andern die einlauffen und Ringen.
Ⅲ.17v.3
44.7linked passage
44.8
There are also four principle defences with the staff, like the binds: the first with the fore end of the staff from both sides, the second in front of the hand, the third in the middle, and the fourth is performed with the butt end. The while all such in techniques is enough to understand, is without ?? difficulties ??? to handle.
1570 Edition · fol. Ⅲ.18r.1
[Ⅲ.18r.1] Der Versatzung aber in der Stangen seind fürnemlich auch wie der anbinden vier, deren dann
die erste mit dem vorderen theil deiner Stangen von beiden seiten, Die ander vor der hand, Die
dritte in der mitte, Und die vierte mit dem hindern ort volbracht wirt, Dieweil aber solche alle
in stucken gnugsam zu verstehn, ist ohn von nöten von deren eim jeden in sonderheit zuhandeln.
Ⅲ.18r.1
44.8linked passage
44.9
Upper Guard
In the approach put yourself in the Upper Guard, and notice as soon as he thrusts toward your left side, then step on your right side away from his thrust, and thrust in at him at the same time he thrusts at you, then wind the long edge against his staff; so he misses with his blow, and you connect with yours.
Im zufechten schicke dich in die Oberhut, und nim wahr als bald er dir gegen deiner Lincken
seiten zu sticht, so trit du auff dein Rechte seiten von seinem stoß aus, und Stich mit ihm zugleich
hinein, im hinein stechen aber, so wende die Lange schneide gegen seiner Stangen, so felt er mit
seinem stoß, und triffestu mit dem deinen.
Ⅲ.18r.2
44.9linked passage
44.10
However, if he thrusts toward your right, then step away from his thrust toward your left side, and thrust in with him again the same as before.
1570 Edition · fol. Ⅲ.18r.3
[Ⅲ.18r.3] Stoßt er dir aber gegen deiner Rechten, so trit aus seinem stoß gegen deiner Lincken seiten,
und stoß abermal wie vor gleich mit ihm hinein.
Ⅲ.18r.3
44.10linked passage
44.11
The second piece from the Upper Guard
Mark, in the approach place yourself in the Upper Guard. If he thrusts from above or below to the body, then step (when he thrusts to one side of you) away from his thrust to the other side, and strike while stepping out at the same time from above downward on his forward hand, and mark diligently, if he draws back the same, then thrust straight ahead toward his face.
Merck, im zu fechten schicke dich in die Oberhut, Sticht er als dann auff dich her es sey unden
oder oben zum leib, so trit ihm (wann er dir zu einer seiten hersticht) aus seinem stoß gegen
der andern seiten, und schlag gleich in solchem austretten von oben nider auff sein vordere hand,
und merck fleissig in dem er dieselbige zuckt, so stoß gerad vor dir hin gegen seinem gesicht.
Ⅲ.18r.4
44.11linked passage
44.12
Another, how you should strike him from above down through his staff, and tear out, and strike with one hand.
In the approach place yourself in the Upper Guard to the left, that is, so that the fore end or longer part of your staff stands up over your left shoulder, and thus step toward him with your left foot forward; if he thrusts toward your face or chest, then spring well away from his thrust toward his right side, and strike down from above with your staff (which you should be holding fast in both hands) full through on the middle of his staff, so that through this blow you come into the right Lower Guard; from this (where he would further thrust to your face) tear with the half edge up toward your left shoulder again. While you tear upward like this, give your staff a swing with your left hand, and in this swing let go of the staff with your left hand, and strike with one hand from your right over across toward his temple. The upper blow should quickly happen together with the tear, as soon and while this blow connects, then grip your staff with your left hand again, and bring it back into the straight defence.
1570 Edition · fol. Ⅲ.18v.1
[Ⅲ.18v.1] Ein anders, wie du ihm von Oben nider durch seine Stangen
schlagen, und wider ubersich außreissen, unnd mit einer
hand nach schlagen solt.
IM zufechten schicke dich in die Oberhut zur Lincken, das ist das dein Stangen mit dem vordern
ort, oder langeren theil uber deiner Lincken Achsel auffstehe, trit also mit dem lincken
Fuß vor zu ihm, stoßt er gegen deiner Brust oder deinem gesicht zu, so spring wol aus seinem stoß
gegen seiner Rechten seiten, und schlag ihm mit deiner Stangen (die du dann zu beiden henden
gefast behalten solt) von Oben nider, auff die mitte seiner Stangen gantz durch, also das du
durch solchen schlag mit deiner Stangen in die rechte Underhut komest, von deren (wo er ferner
deinem gesicht aber zu würde stechen) Reiß mit halber schneid wider ubersich gegen deiner Lincken
Achsel, gleich mit in dem du also ubersich reissest, so gibe mit deiner lincken Hand deiner Stangen
den schwung, in disem schwung laß die lincke Hand ab von deiner Stangen, unnd schlage
mit einer hand von deiner Rechten uberzwerch gegen seinem schlaff, der oberschlag sampt dem
Riß sollen behend auff einander geschehen, als bald und in dem diser schlag antrifft, so ergreiff
mit deiner lincken Hand dein Stangen wider, und verzucke die in die gerade Versatzung.
Ⅲ.18v.1
44.12linked passage
44.13
Another.
Mark, when you strike from above through his staff like this, and after you have torn up again from below, and your left hand together with the fore end of your staff has come upright again, then at once turn up your right hand together with the butt as well, and ? the same ?, lower the fore end with your left hand near your left out to the side, and turn the forward longer part of the staff again up toward his right. This must all happen in a ?. Thrust as then further with a step out straight toward his face, but be careful that you don't turn your right hand downward again to your chest in thrusting, but rather shift the same also well at your chest and inward at your left arm in thrusting ahead of you in to him. So, from the Upper Guard you have learned: firstly, how you should step out and thrust at the same time at him; secondly, striking at his staff down from above and thrusting afterward; thirdly, how you break down through against his staff from above, and tear up from below; lastly, how you should make a deceptive thrust.
MErck wann du ihm also nun von Oben durch sein Stangen geschlagen, und dernach auch
wider von Unden ubersich ausgerissen hast, und mit deiner lincken Hand sampt dem vor= [Ⅲ.19r.1] dern theil deiner Stangen wider ubersich komen bist, so wende als bald dein Rechte hand zu
sampt dem hindern ort auch ubersich, unnd lasse dieselbige weil, dein vordern ort mit der lincken
hand neben deiner Lincken zur seiten aus wider undersich sincken, unnd wende hiemit den
vordern lengern theil deiner Stangen widerumb von unden ubersich gegen seiner Rechten, dises
alles muß in einem huy geschehen, stoß als dann ferner mit einem austrit gerad gegen seinem
gesicht, aber hab acht das du nicht allein im hinein stossen dein rechte Hand wider undersich
zu deiner Brust wendest, sondern dieselbige auch wol an deiner Brust und inwendig an deinem
lincken Arm im stossen für dir hin zu ihm hinein schiebest, Also hastu aus der Oberhut erstlich
wie du austretten und mit im zugleich stossen solt, Zum anderen im sein Stangen von oben
nider ausschlagen und nachstechen, Zum dritten wie du ihm gegen seiner Stangen von oben
nider durchbrechen, unnd von unden ubersich ausreissen, auch wie du letstlich ein verführten
stoß machen solt, gelehrt.
Ⅲ.18v.2Ⅲ.19r.1
44.13linked passage
44.14
How you should thrust together with him from the Lower Guard.
Mark, when you hold your right hand together with the butt of your staff at your right side in the approach, and you have lain your point well ahead of you out on your right side on the ground, observe as soon as he thrusts toward your face, then step step out with your right foot toward your right side, and with your left further toward his left to him; thrust in this way to his face above his left arm while he directs his thrust. You should also duck your head well down toward your right side over your staff while you thrust with him thus, away from his flying thrust, so you are the better defended.
1570 Edition · fol. Ⅲ.19r.2
[Ⅲ.19r.2] Wie du aus der Underhut mit ihm zugleich
hinein stechen solt.
MErck, wann du nun also im zufechten dein Rechte hand sampt dem hindern ort deiner stangen,
an deiner Rechten weiche haltest, und dein vordern ort mit wol fürsich nach gehencktem
leib, vor deiner Rechten zur seiten aus auff der erden ligen hast, so nim war als balt er gegen
deinem gesicht hersticht, so trit mit deinem Rechten Fuß gegen deiner Rechten seiten auß, unnd
mit deinem Lincken ferner gegen seiner Lincken zu ihm, stiche ihm also in dem er seinen stoß herführet,
oberhalb seinem Lincken Arm zu seinem gesicht, auch soltu hiemit in dem du also mit ihm [Ⅲ.19v.1] hinein stossest, deinen Kopff wol von seinem herfliegenden stoß uber dein Stang gegen deiner
Rechten seiten undersich sencken, so bistu desterbas versetzt.
Ⅲ.19r.2Ⅲ.19v.1
44.14linked passage
44.15
Another, how you should strike out his thrust, and thrust afterward.
In the approach place yourself again in the Lower Guard as before, with your forward knee bent, so that your upper body is well sunk to your staff, and mark as soon as he thrusts, then strike his staff from your right side toward your left in a jerk out, as far as the straight defence, and before he can recover himself from his thrust, thrust with a spring out toward his face.
1570 Edition · fol. Ⅲ.19v.2
[Ⅲ.19v.2] Ein anders, wie du ihm sein stoß außschlagen,
unnd nach stossen solt.
IM zufechten schicke dich abermals mit wol fürsich gebogenem Kni, also das dein oberer leib
der Stangen wol nach gesenckt sey, in die Underhut wie vor, unnd merck als bald er her
stoßt, so schlage ihm seine Stangen von deiner Rechten gegen deiner Lincken in einem ruck aus,
doch also das du dich mit deiner Stangen in solchem ausschlagen nicht ferner verschlagest dann
bis in die gerade Versatzung, unnd ehe dann er sich von solchem stos wider erholt und ermant,
so stos ihm mit einem aussprung gegen seinem gesicht.
Ⅲ.19v.2
44.15linked passage
44.16
Another.
Mark, when you fallen into the Left Lower Guard in the approach, and he strikes with one hand from above toward your head, then raise both your arms, and with this spring in well under his stroke, thus parrying his blow with your staff between your hands. As soon as and while the blow lands on your staff, and is still touching, draw the butt toward you with your right hand, letting the point drop downward, direct the same between his hands under his staff to his body, and thus thrust below his staff between his hands in front of his chest. While you are thrusting in like this, turn the butt of your staff together with your right hand down again, and could drive in inside your right arm. After the thrust is performed you should be nimble with the bind again on his staff; therewith you may the better protect yourself from what he does afterward.
MErck wann du dich im zufechten in die Lincke Underhut verfallen hast, und er schlecht dir
mit einer hand von Oben herein gegen deinem Kopff, so fahre mit beiden Armen ubersich
auff, mit solchem aufffahren spring ihm wol under seinen streich hinein, versetze ihm also seinen
schlag zwischen dein beide hend auff dein Stangen, als bald unnd in dem der schlag auff dein
Stangen bocht, und noch im zusamen rühren ist, so zuck mit deiner Rechten hand den hindern
ort zu dir, auch lasse hiemit den vorderen ort undersich sincken, führe im dasselbige zwischen seinen
beiden henden under seiner Stangen zum leib, und stosse ihm also underhalb seiner Stan= [Ⅲ.20r.1] gen zwischen seinen beiden henden, für sein Brust, in dem du aber also hinein stossest, so wende
deinen hinderen ort zu sampt deiner Rechten hand wider undersich, gegen deiner Brust, auff
das du mit derselbige den stoß hart an deiner Brust, und inwendig an deinem Rechten arm hinein
führen könnest, nach volbrachtem stoß soltu behend mit dem band wider an seiner Stangen
sein, damit du dich dester baß vor seinem nachfechten schützen mögest.
Ⅲ.19v.3Ⅲ.20r.1
44.16linked passage
44.17
How you should yield to his thrust from the Left Lower Guard, and thrust together with him.
In the approach, step with your left foot forward, hold the butt of your staff together with your right hand at your right flank, and let the point of your staff lie outstretched in front of you on the ground, a little out to the left side, and mark as soon as your opponent thrusts at you, then step with your right foot behind your left out to the side, a little toward his right side, and as you set down your right foot in stepping behind, step quickly with your left foot also toward his right side further toward him, and thrust over his right arm (while he thrusts) to his face.
1570 Edition · fol. Ⅲ.20r.2
[Ⅲ.20r.2] Wie du ihm aus der Lincken Underhut auß seinem stoß
weichen, und mit ihm zugleich hinein stossen solt.
IM zufechten trit mit deinem Lincken Fuß vor, halt dein hindern ort sampt der Rechten hand
in der Rechten weiche, unnd lasse den vordern ort deiner Stangen gegen deiner Lincken ein
wenig zur seiten aus, vor dir ausgestreckt auff der erden ligen, unnd merck aldo als bald dein gegenfechter
auff dich her stoßt, so trit mit deinem Rechten fus hinder deinem Lincken zur seiten
aus, ein wenig gegen seiner Rechten seiten, und in dem du deinen Rechten fus im hinder tretten
noch also nider setzest, so trit eilents mit deinem Lincken fus auch gegen seiner Rechten seiten fürter
zu im, und stoß ihm oberhalb seinem Rechten arm (in dem er her stoßt) gegen seinem gesicht.
Ⅲ.20r.2
44.17linked passage
44.18
How you should strike out his thrust from your Left Lower Guard and thrust afterward.
Or when you stand in the said way in the Right Lower Guard, then step again as before, while he thrusts, toward his right side away from his thrust, and strike off his staff together with him from your left toward your right, and afterward thrust nimbly again as before (before he can recover) to his face.
1570 Edition · fol. Ⅲ.20r.3
[Ⅲ.20r.3] Wie du ihm seinen stoß von deiner Lincken underhut
ausschlagen und nach stechen solt.
ODer wann du auff gemelte weiß in der Rechten Underhut stehest, so trit abermals wie vor,
in dem er her sticht gegen seiner Rechten seiten aus seinem stoß, und schlag ihm gleich mit sei= [Ⅲ.20v.1] ne Stangen von deiner Lincken gegen deiner Rechten ab, demnach stosse ihm behend abermals
wie vor (ehe dann er sich wider erholt) gegen seinem gesicht.
Ⅲ.20r.3Ⅲ.20v.1
44.18linked passage
44.19
How you should take out from your left upward with the long edge, and thrust again through the Roses from your right side up from below to his face.
In the approach place yourself in the Lower Guard to the left as before; if he thrusts at you, then raise both arms, and strike out his thrust upward with the point of your staff from your left toward your right with the long edge, so that your staff in the striking out ends upright, then turn your staff again near your right up from below, and thrust from the same up to his face.
1570 Edition · fol. Ⅲ.20v.2
[Ⅲ.20v.2] Wie du mit Langer schneide von deiner Lincken ubersich außnemen,
und durch die Rosen wider von deiner Rechten unden
auff gegen seinem gesicht stechen solt.
IM zufechten schicke dich in die Underhut zur Lincken wie vor, stost er dann auff dich her, so
fahre mit beiden Armen auff, und schlage im seinen stoß mit dem vordern theil deiner Stangen
von deiner Lincken ubersich, gegen deiner Rechten mit Lnager schneide aus, also das du in
solchem ausschlagen mit deiner Stangen gantz ubersich durch kommest, wende demnach dein
Stangen wider neben deiner Rechten von unden auff, unnd stich von derselbigen wider ubersich
gegen seinem gesicht.
Ⅲ.20v.2
44.19linked passage
44.20
How you should jerk his staff out and thrust afterward.
Mark, when you come in the Lower Guard to someone in the approach, and he won't work after thrusting, then let yourself with gestures mark and behold, as you want to see all first what kind of fencing pieces be, as soon as and while he extends his staff thus from him, then jerk out in an sudden jerk or blow, and thrust nimbly (while his staff lurches away from the thrust) to his face. In this striking out you should diligently take care, that you (in your excitement) don't move your staff too far to the side, but rather strike his (as taught) in a jerk out, so that your staff is straight in front of his face, and thus the thrust is performed before he can recover himself again.
1570 Edition · fol. Ⅲ.20v.3
[Ⅲ.20v.3] Wie du ihm sein Stangen außrucken und
nach stechen solt.
MErck wann du im zufechten in der Underhuten eine kommest, unnd er nicht arbeiten noch
stossen will, so laß dich mit geberden mercken und ansehen, als woltestu dich aller erst umb
sehen was dir für stuck zu Fechten seyen, als bald und in dem er aber sein Stangen also von ihm
ausstreckt, so rucke ihm die in einem uhnversehenen ruck oder schlag aus, unnd stoß ihm behend
(all dieweil er nach mit seiner Stangen vom genomnen stoß daumelt) gegen seinem gesicht, in [Ⅲ.21r.1] disem ausschlagen soltu fleissig wahr nemen, das du dich (wie nechst auch angeregt) nicht mit
deiner Stangen dem ausschlagen nach zu weit auff die seiten verfahrest, sonder schlage ihm die
seine (wie gelehrt) in einem ruck aus, auff das du mit deiner Stangen behend wider gerad vor
seinem gesicht seyest, und also den stoß volbringest ehe dann er sich wider ermant.
Ⅲ.20v.3Ⅲ.21r.1
44.20linked passage
44.21
How you should fence from the Middle Guard.
In the approach place yourself in the Middle Guard, such as is shown in the large picture printed in Figure A on the right hand side, and take care as soon as you can reach him, throw your staff with your right hand overthwart across his face, and in the throw give your staff a strong swing with your left hand, and loose the same from the staff, so that your staff can the swifter fly across his face and around your head; while your staff is thus flying through his face and around your head, step to him with your left foot forward, and grip under your staff again with your left hand, while your staff is still flying through the air, and strike to the other from your left to your right through the face; also against his staff through where he drives before him, this blow should be performed with both hands, so that you end in the Right Lower Guard after the blow. While your staff thus in this blow falls into the Lower Guard, if he would nimbly thrust at your face (which would be left open by this movement), then step with your right foot quickly on your right side, and thrust in with him at the same time also to his face, so that you have turned the rear part of your staff together with the long edge against his, and pulled your head well away over your staff, so you are defended.
Im zufechten schicke dich in die Mittelhut, auff solche weiß wie das grosser Bild in hievor getruckter
Figur A. zur Rechten hand anzeigt, unnd nim wahr als bald du ihn erlangen kanst, so
wirff ihm dein Stangen mit deiner Rechten hand uberzwerch durch sein gesicht, zu solchem
wurff gibe deiner Stangen mit deiner Lincken hand ein starcken schwung, unnd laß dieselbige
hiemit von der Stangen ab, auff das deine Stangen in disem wurff dester geschwinder durch
sein gesicht und umb dein Kopff fliegen könne, in dem aber, das dein Stang also durch sein gesicht
und umb dein Kopff fleugt, so trit auch mit deinem Lincken Fuß fürt zu ihm, unnd greyff
under des, dieweil dein Stangen im herumb fliegen noch in der lufft ist, mit deiner Lincken hand
wider an dein Stangen, und schlage ihm zum andern von deiner Lincken gegen seiner Rechten
durch das gesicht, auch gegen seiner Stangen durch wo er die vor ihm führet, diser schlag soll
mit beyden henden verricht werden, also das du nach endt des schlags in die Rechte Underhut
kommest, dieweil dein Stangen aber also in disem schlag in die Underhut verfallet, wirt er dir
behendiglichen gegen deinem gesicht (welches dann mit solchem verfallen enblöst wirt) herstossen,
deren halben so trit mit deinem Rechten Fuß eilents auff dein Rechte seiten, unnd stoß
mit im zugleich auch gegen seinem gesicht hinein, doch das du im hinein stossen die Lange schnei= [Ⅲ.21v.1] de sampt dem hindern theil der Stangen gegen der seinen gewendet, unnd deinen Kopff wol
aus seinem stoß uber dein Stangen entzuckt habest, so bistu versetz.
Ⅲ.21r.2Ⅲ.21v.1
44.21linked passage
44.22
Or after you have fallen into the Right Lower Guard after this blow, and he has thrust at the opening offered, then tear out his flying staff upward with the half edge toward your left shoulder; at the same time drive your staff above around your head, and strike him outside over his left arm from your right; you should also drive this blow around with both hands; herein beware that he (while you thus drive your blow around) will thrust to the face; as soon as he does so, move the butt of your staff around lower before your face, and let the blow fly the faster. If he parries your blow with hanging staff, then mark the moment your staff lands on his or misses, then at once turn the butt end upward, and thrust above or below his staff to the body.
1570 Edition · fol. Ⅲ.21v.2
[Ⅲ.21v.2] Oder nach dem du also durch disen schlag in die Rechte Underhut verfallen bist, und er deiner
gegebenen Blösse zu stost, so Reisse mit halber schneide ihme sein herfliegende Stangen ubersich,
gegen deiner Lincken Achsel aus, zugleich mit solchem Ausreissen führe dein Stangen oben umb
dein Kopff, und schlage ihm von deiner Rechten aussen uber seinem Lincken Arm, disen schlag
soltu auch mit beiden henden herumb führen, hie zwischen hab acht ob er dir (dieweil du disen
schlag also herumb führest) zum gesicht stossen wölle, so bald er dann solches thut, so führe den
hinderen ort im herumb fahren dester niderer vor deinem gesicht herumb, unnd lasse den schlag
dester geschwinder fliegen, Versetzt er dir aber den schlag mit hangender Stangen, so merck in
dem dein Stang auff die seine bocht oder felt, so bald wend auch den hindern ort ubersich, und
stoß ihm ober oder underhalb seiner Stangen zum leib.
Ⅲ.21v.2
44.22linked passage
44.23
Another, how you should invert before him, or give over, take out, and strike after.
In the approach place yourself in the said manner in the Middle Guard to the left side, and step with the left foot behind your right toward him, so that in the movement you turn your back to him. While you thus turn in front of him, he will quickly thrust to your face, meaning to overtake you; then in your backward stepping lift both your hands nimbly upward together with the butt of your staff, outstretched toward his left side, so that the point hangs toward the ground, and as you turn strike his oncoming thrust with your hanging staff from your right out toward your left side, and let the same move through a full swing around your head. While it thus moves through the swing, let go with your left hand (after you have given the staff a strong swing with the same) and strike with one hand a strong swift stroke to his left ear. This is a swift piece which goes well in the first attack; if you provoke his thrust with your turn, then you take his staff out in the time of the turn, and surely hit him, if he has thrust in earnest.
1570 Edition · fol. Ⅲ.21v.3
[Ⅲ.21v.3] Ein anders, wie du dich vor ihm verkehren, oder
ubergeben, ausnemen und nachschlagen solt.
IM zufechten schicke dich auff obgemelte form, in die Mittelhut zur Lincken seiten, unnd trit
also bald mit deinem Lincken Fuß hinder deinem Rechten zu im, also das du in solchem umbwenden,
ihme den Rucken zu wendest, in dem du dich aber also vor ihm umbwendest, wirt er
dir eilents gegen deinem gesicht herstechen, in meinung das zu ereylen, derenhalben so erhebe in
solchem hindersich treten dein beide hend zu sampt dem hinderen theil deiner Stangen, also das
das vorder theil derselbigen gegen der erden hanget, behendiglich ubersich ausgestreckt gegen [Ⅲ.22v.1] seiner Lincken, und schlag ihm in solchem deinem umbwenden, seinen herkommenden stoß mit
deiner hangenden Stangen von deiner Rechten gegen deiner Lincken zur seiten aus, und laß die
selbige durch ein schwung vollend umb den Kopff fahren, in dem du aber also mit deiner Stangen
herumb fahrest, so laß die Lincke hand (nach dem du mit derselbigen deiner Stange einen
sterckern schwung gegeben hast) ab, und schlag mit einer hand einen starcken geschwinden streich
zu seinem Lincken ohr, Dises ist ein geschwind stuck, welches im ersten angriff wol angeht, dann
mit deinem umbwenden reitzestu ihn zu stossen, stost er dann, so nimstu ihm gleich in solchem
umbwenden sein Stangen aus, und triffst ihn gewiß, so er ernstlichen gestossen hat.
Ⅲ.21v.3Ⅲ.22v.1
44.23linked passage
44.24
The techniques learned up to now from the side lyings, I wanted to first set down, since you were to arrive in the same through striking aback, thrusting away, or fending off, so the more smoothly you know how to recover again, also the better you know how to do the techniques that follow; the same with these long weapons as with the weapons previously handled; in full fencing always from one into another, in which you need not first long consider what you are to do, but rather press on with the next technique.
1570 Edition · fol. Ⅲ.22v.2
[Ⅲ.22v.2] Dise bißher gelehrte stuck aus den seiten Legern, hab ich darumb erstlich setzen wöllen, damit
wann du durch Verschlagen, Verstossen oder Versetzen in derselben eines ankomen werest, dich
dester füglicher wissest wider zu ermanen, auch dich in folgende stuck dester baß wissest zu richten,
dann in disen langen Wehren komstu gleichfals wie auch in bißher verrichten Wehren, in
vollem Fechten immer aus einem in das ander, in welchen du dich demnach nicht lang erst bedencken
must was dir zu thun sey, sonder mit den nechst fürfalleten stucken fürtringen.
Ⅲ.22v.2
44.24linked passage
44.25
Now in the straight defence as I have named it here, position yourself in the approach as shown by the pair in the previous figure.
1570 Edition · fol. Ⅲ.22v.3
[Ⅲ.22v.3] Nun in die gerade Versatzung aber, wie ich sie hie genent hab, schicke dich im zufechten also, wie
dich die zwen bossen in hievor getruckter Figur fürbilden und lehren.
Ⅲ.22v.3
44.25linked passage
44.26
The first technique in the outermost bind.
When you bind with the outermost part of your staff on the outermost part of his, then press the same in a sudden strong jerk out to the side, such that yours does not move after the pressing out, but rather thrust nimbly off from his staff ahead to his face, and that quickly before he has recovered himself from the pressing out.
SO du ihm mit deinem eussersten theil deiner Stangen an das eusserste der seinen anbindest,
so truck ihm dieselbige in einem uhnversehenen starcken ruck zur seiten aus, soch also das du
mit der deinen dem austrucken nach nicht verfahrest, sonder stoß im behendiglichen, von seiner
Stangen ab, für dir hin zu seinem gesicht, und das eilents ehe dann er sich vom austrucken erholt hat.
Ⅲ.22v.4
44.26linked passage
44.27
Another, how you should move through and thrust on the other side after the jerking out.
When you become aware in the pressing out that he is coming on nimbly with his staff, so that you cannot overtake him with the thrust you were taught, then do this: Jerk his staff again on one side as before, and let yourself seem as if you want to thrust as before, but as soon as and while he speeds his staff again toward yours, meaning to parry your thrust, then meanwhile go through under his staff, and with a spring out thrust to his face with great speed and force. This is a swift passage, when you thus unexpectedly jerk someone's staff out, and nimbly go through under, and thrust in on the other side.
1570 Edition · fol. Ⅲ.23r.1
[Ⅲ.23r.1] Ein anders, wie du nach dem außrucken durchfahren
und auff der andern seiten stossen solt.
SO du aber in solchem ausrucken gewahr wirst, das er mit seiner Stangen so behend wider
ankompt, also das du ihn mit gelehrtem stoß nit ereylen kanst, so thu ihm also, Ruck im seine
Stangen abermal auff ein seiten wie vor auch, und laß dich mercken als woltestu wie vor stossen,
aber als bald und in dem er mit seiner Stangen wider her zu gegen deiner eylet, in meinung
deinen stoß zuversetzen, so fahr du dieweil er noch herwischt, under derselbigen seiner Stangen
durch, und stoß ihm auff der andern seiten mit einem aussprung eilents unnd gewaltig zum gesicht,
Dises ist ein geschwinder durchgang, wann du einem also sein Stang ohnversehens außruckest,
demnach behend unden durch fahrest, und auff der andern seiten hinein stost.
Ⅲ.23r.1
44.27linked passage
44.28
Another, how you should press out his staff and strike to his forward leg.
In the approach bind from your left hand side, with the outermost part of your staff on the outermost of his, and press his out with a sudden jerk toward his left side, and draw your staff nimbly back again, toward your left around your head. Let go of the staff with your left hand, and strike with one hand strongly from your right overthwart, with a wide step of your right foot through his feet; grip your staff again with your left hand while the same is thus moving through in the stroke, and then strike the other with both hands through to his right shoulder, so that you end in the Right Lower Guard; from this thrust to his face after the manner described above.
1570 Edition · fol. Ⅲ.23r.2
[Ⅲ.23r.2] Ein anders, wie du ihm die Stangen außrucken,
und zu seinem fürgesetzten bein schlagen solt.
IM zufechten bind ihm von deiner Lincken hand, mit deinem eussersten theil an das eusserste
seiner Stangen, und truck ihm die in einem unversehenen ruck gegen seiner Lincken hand
auß, unnd zucke dein Stangen behend wider zu ruck, gegen deiner Lincken umb deinen Kopff,
laß hiemit dein Lincke hand von der Stangen ab, unnd schlage mit einer Hand von deiner
Rechten starck uberzwerch, mit einem weiten zutrit deines Rechten fusses durch sein füß, ergreiffe
demnach dein Stangen dieweil dieselbige im streich noch also durch fahrt, wider mit deiner
Lincken hand, und schlage als dann den andern mit beiden henden, von deiner Lincken schlims [Ⅲ.23v.1] gegen seiner Rechten achsel durch, also das du nach ende des schlags in die rechte Underhut kommest,
von deren stoß ihm nach obgeschriebener form zu seinem gesicht.
Ⅲ.23r.2Ⅲ.23v.1
44.28linked passage
44.29
Or when you thus strike through overthwart to his forward leg, then look that you grip your staff again on your left side with your left hand; as soon as you have gripped it, draw the butt back to your right at your chest, and move the left well along the staff with outstretched arm; while you draw your hands apart thus on the staff, turn the staff toward his, and strike out the same (while he thrusts), so that you strongly and forcefully come again into the straight defence with left arm stretched far out, and then thrust nimbly straight ahead to his face.
1570 Edition · fol. Ⅲ.23v.2
[Ⅲ.23v.2] Oder wann du also zu seinem fürgesetzten bein uberzwerch durchschlechst, so schauw das du
dein Stangen im durchschlagen wider auff deiner Lincken seiten mit deiner Lincken hand ergreiffest,
als bald du die ergriffen hast, so zuck dein hindern ort zu deiner Rechten an dein Brust, und
mit der Lincken fahr wol mit ausgestrecktem Arm in die Stangen hinein, in dem du aber dein
hend also in der Stangen von einander zeuchst, so wende dein Stangen gegen seiner, und schlag
im dieselbige (in dem er her stöst) auch auß, also das du dein Stangen gewaltig und starck mit außgespanenem
Lincken Arm wider in die gerade Versatzung bekommest, und stoß als dann behendiglich
gerad für dir hin zü seinem gesicht nach.
Ⅲ.23v.2
44.29linked passage
44.30
A piece, how you should make the Brain Blow.
Do it like this: in the approach bind the tip of your staff with the tip of his; let yourself seem as if you are earnestly looking where or how you want to thrust to his face. As soon as he notices, he will diligently take care on your leaving the bind, that he could nimbly thrust while you leave. When you place yourself earnestly, like you want to thrust, then quickly jerk the butt of your staff upward, and swing the staff back with your left hand toward your left around your head, and thus unexpectedly strike straight from above to his head, and if he would yet thrust under this, then the same does not serve, for then you are too swift with the blow to his head. This and the like pieces have the more part in the Practice, namely that you outrace your opponent with unexpected speed, when he makes the slightest mistake.
1570 Edition · fol. Ⅲ.23v.3
[Ⅲ.23v.3] Ein stuck wie du den Hirnschlag machen solt.
DEn treib also, im zufechten binde im mit deinem eussersten theil deiner Stangen in sein eusserste
an, aldo laß dich mit geberden mercken als sehest du dich ernstlich umb, wo oder wie
du ihm gegen seinem gesicht stechen wöllest, als bald er das mercken wirt, so wirt er fleissig war
nemen auff dein abgohn, auff das er dir behend in dem du abgehest nach stossen könne, Derhalben
wann du dich am aller ernstlichen stellest, sam du alben zu stechen wollest, so ruck dein hindern
ort eilents ubersich, und mit der Lincken hand aber schwing die Stangen zu ruck, gegen deiner
Lincken umb den Kopff, unnd schlag ihm also mit einer hand ohnversehens gerad von oben
zu seinem Kopff, unnd ob er under dessen schon herstechen wirde, so geht ihm derselbige doch
nicht an, dann du bist ihm zu geschwind mit dem schlag auff seinem Kopff, Dise und derglei= [Ⅲ.24r.1] chen stuck stand den mehren theil in der Practick, nemlich da du dein wider fechter mit ohnversehener
behende ubereylest, wann er sich dessen am wenigsten versicht.
Ⅲ.23v.3Ⅲ.24r.1
44.30linked passage
44.31
Another, with the skewed stroke.
Mark, when you have bound your opponent as taught above, then surreptitiously invert your right hand on your staff, and deceive him meanwhile by appearance, so that he doesn't notice what you are doing, and when he makes the slightest mistake, then step toward him quickly with the right foot, and strike a swift and powerful stroke over the hand, straight from above to his head, so that your upper body is sunk well down after the blow, then nimbly move your staff up again, and at the same time step back again with the right foot, and grab your staff with your left hand again, so that you can strongly defend yourself again. You can move to this skewed stroke as you do the aforesaid brain blow, namely when you first jerk out his staff, or else when you can hinder him with some other technique, so that you can hit him with the skewed stroke before he can come up again.
MErck wann du deinem gegenmann wie bißher gelehrt, angebunden hast, so verkehre dein
Rechte hand heimlich an deiner Stangen, unnd verführe ihn dieweil mit geberden, auff
das er dein fürnemen nicht mercke, als dann wan er sich des am wenigsten versicht, so trit mit dem
Rechten Fuß eilents zu im, und schlag hiemit uber die hand einen gewaltigen und geschwinden
streich, gerad von Oben zu seinem Kopff, also das du mit deinem obern leib dem schlag nach wol
undersich gesenckt standest, fahre als dann behendiglich mit deiner Stangen wider auff, unnd
trit zugleych auch mit deinem Rechten Fuß wider zu ruck, auch greyff underdes mit deiner Lincken
hand wider an dein Stangen, damit du dich wider mit versatzung stercken mögest, Zu dem
vorgehenden Hirnschlag, Zu disem Schöfferstreich kanstu dir auch raumen, nemlich wann
du ihm die Stangen erstlich ausruckest, oder ihn sonst mit andern stucken hinderst, auff das du
ihn mit dem Schöfferschlag ereylest ehe dann er wider auffkompt.
Ⅲ.24r.2
44.31linked passage
44.32
How you should strike around from his staff and shoot over.
Further, when you can reach the tip of his staff with the tip of yours, and he is hard on your staff, the be aware as soon as he wants to press you out to the side with force, then draw back your staff nimbly (while he is pressing out) around your head with both hands, and strike outside over his left arm to his head with a step out. As soon as this blow connects, quickly shift your staff over his near his hands, as you can see shown hereafter in Figure G; when you have thus found and barred his staff, then you may go in and thrust with the butt of your staff, or strike in front of his face with the longer part; if he moves his point up, and works it out under your staff, then follow after from below with thrusting, winding, or pressing.
1570 Edition · fol. Ⅲ.24r.3
[Ⅲ.24r.3] Wie du von seiner Stangen umbschlagen und
uberschiessen solt.
WEyter wann du im zufechten sein eusserste theil der Stangen mit deinem eussersten erlangen
kanst, und er ist dir hart an deiner Stangen, so hab acht als bald er dir mit gewalt zur
seiten austrucken wil, so zuck dein Stangen behendiglich (in dem er dir solche außtruckt) umb [Ⅲ.25r.1] deinen Kopff mit beiden henden, und schlag in mit solcher aussen uber seinen Lincken Arm, mit
einem außtrit zum Kopff, als bald diser schlag antrifft, so schiebe dein Stangen eilents uber die
seine nach bey seinen henden, wie du solches in der Figur G. hernach gezeichnet sehen kanst, wann
du ihm also sein Stangen gefast und gespert hast, so magstu ihm also dann mit dem hindern ort
eingehn und stossen, oder mit dem langen theil für sein gesicht schlagen, fehrt er aber mit dem ort
auff, und arbeit sich under deiner Stangen herfür, so folge im von unden nach, es sey mit stossen
Winden oder trucken.
Ⅲ.24r.3Ⅲ.25r.1
44.32linked passage
44.33
How you should go through him.
Mark, if your opponent is hard on your staff in the bind, and presses away from him, then go under through, and thrust on the other side. Or while he thus presses out your staff with his hard bind, again go hard on his staff (while he is still pressing) through under, and jerk him out with a ? blow from the other side, and thrust nimbly before he has recovered.
MErck ist dein gegen fechter mit seinem band hart ahn deiner Stangen, und truckt von im,
so fahr unden durch, und stoß auff der andern seiten, Oder in dem er dir also dein Stangen
austruckt mit seinem harten anbinden, so fahr abermal hart an seiner Stangen (dieweil er noch
also truckt) unden durch, und Ruck ihm die mit einem neydlichen schlag von der andern seiten
auß, und stoß behendiglich nach, ehe dann er sich ermant hat.
Ⅲ.25r.2
44.33linked passage
44.34
Another.
If someone binds hard on your staff, then hold hard against him with your bind; if he also presses against yours, then quickly go through below, and act as if you want to thrust, but don't; rather draw through below again, and thrust to the side which you were originally bound on.
Bindet dir einer hart an dein Stangen, so halt ihm mit deinem band hart wider, truckt er
auch gegen der deinen, so fahr eilents unden durch, und thu sam du stossen woltest, thus aber
nicht sonder zuck wider unden durch, unnd stoß ihm zu der seiten gegen welche du ihm erstlich
angebunden hast.
Ⅲ.25r.3
44.34linked passage
44.35
How you should learn missing in the bind.
Mark diligently, when you have bound with someone from your left side, then diligently observe and feel just as soon as he leaves the bind, to go through below or to work otherwise, then thrust while he is thus leaving, straight ahead to his face.
Das mercke fleissig wann du einem von deiner Lincken seiten angebunden hast, so nim fleissig
wahr und fühle eben, als bald er von deinem Band abgeht, es sey unden durch oder sonst zu arbeiten,
so stosse ihm dieweil er noch also abgeht, gerad für dir hin gegen seinem gesicht.
Ⅲ.25v.1
44.35linked passage
44.36
Another is a counter to the former.
When you become aware in the bind, that your opponent is watching for your leaving, and wants to thrust to the opening while you are leaving, then let yourself seem by your appearance as if you earnestly want to move away from his staff and thrust, and when you think that he is ready to thrust, then move off his staff to the side, as if you wanted to thrust as said, but don't; rather, while he rushes in with his thrust, strike it up out to the side, and thrust in as first ?, then when he rushes in, you can easily take his staff out, and overtake him well before he can recover himself again.
1570 Edition · fol. Ⅲ.25v.2
[Ⅲ.25v.2] Ein anders ist der bruch auff das vorige.
WAnn du im Band gewahr wirst, das dir dein gegen Fechter auff dein abgehn acht nimpt,
und dir dieweil du abgehest zur Blöß stossen will, so laß dich mit geberden mercken als wollestu
ernstlich von seiner Stangen abgehn und stossen, und wann du vermeinest das er sich am
aller besten zum nachstossen geschickt hab, so gehe mit deiner Stangen gehlingen auff die seite
aus, ab, von der seinen, sam du wie gesagt stossen wöllest, thus aber nicht, sonder in dem er mit
seinem stoß hereylet, so schlag ihm den auff die seiten aus, und stoß als dann erst vervollen hinein,
dann wann er so gehlingen hereylet, kanstu ihm sein Stangen leychtlichen ausnemen, und
ihn wol ereylen ehe er sich wider erholet.
Ⅲ.25v.2
44.36linked passage
44.37
Thus you should mark and be aware of what your opponent wants to fence and drive to you, so that you catch him just in his own technique, as next herefore at this one then inclined true soon after to thrust [???]. Then you must expose yourself cautiously and warily to the same, and place yourself in such a way with the appearance, as resist befalling the approximate and ignorant [???], or you have wasted your ? thrust after with reluctance, so that through this he will be all the more incited to thrust, with which thrust or blow he fails and exposes himself, as close that he so agile hardly against comes up and may recover himself [???], before then you have overtaken him. This will be expanded on further on by example in the halberd.
1570 Edition · fol. Ⅲ.25v.3
[Ⅲ.25v.3] Also soltu auff mercken und wahrnemen, was dein gegen Fechter auff dich Fechten und treiben
wölle, das du ihn eben in seinen eigenen stucken fangest, als nechst hievor an disem der dann
geneygt wahre bald nach zustechen, Derenhalben mustu dich vor demselben fürsichtlich unnd
gewahrsam blössen, unnd zu solchem blössen dich mit geberden also stellen, als wehre dir das
ungefehr unnd unwissen widerfahren, oder habest dich deinem begirigen stoß nach mit unwillen
verfallen, auff das er hiedurch dester ehr unnd begirlicher zu stossen angereitzt werde,
mit welchem stossen oder schlagen er sich selber vergibt unnd blöst, als fast das er so behendt[Ⅲ.26r.1] schwerlich wider auff komen und sich erholen mag, ehe dann du ihn ereylet habest, Dises aber
wirt in der Helleparten noch weiter durch Exempel ausgeführt werden.
Ⅲ.25v.3Ⅲ.26r.1
44.37linked passage
44.38
A deceptive piece.
When you have bound with someone in the approach, and neither of you will leave the other's staff, then thrust to his leading foot with a serious appearance, exposing your face, to which he will nimbly thrust, then step out to the side with your lead foot, followed by the right, and thrust under his staff from below (while the same flies in the thrust) to his face, and pull your head well away from his thrust behind your staff, so you hit him (while he is thrusting) in the face. Or when you thrust or strike to his foot, and meanwhile he thrusts to your face, then strike out his flying thrust, and at the same time spring out to the side away from his thrust, and thrust quickly and nimbly.
IM zufechten wann du mit einem angebunden hast, und keiner wil von des andern Stangen
abgehn, so stich im mit ernsthafften geberden zu seinem fürgesetzten fuß, damit blössestu
dein gesicht, zu welchem er behendiglich her stossen wirt, als bald, und in dem er dann herstost,
so trit du mit dem vordern Fuß zur seiten aus, folge mit dem Rechten, und stoß ihm von unden
uberhalb seiner Stangen (in dem dieselbige zum stoß herfleugt) gegen seinem gesicht, und entzucke
ihm auch hiemit deinen Kopff wol von seinem stoß hinder dein Stangen, so triffestu ihn
(dieweil er noch hersticht) in sein gesicht, Oder wann du ihm zu seinem Fuß stöst oder schlechst,
und er dieweil deinem gesicht zu stost, so schlage ihm sein herfliegenden stoß aus, und springe zugleich
in solchem ausschlagen zur seiten aus seinem stoß, und stoß behend und eilents nach.
Ⅲ.26r.2
44.38linked passage
44.39
How you should thrust with one hand out over his left arm to his face, wind through with the butt end of your staff, and strike to the right shoulder.
If you have bound someone ahead from your left against his right, but he stays still and does not work, then step with your rear right foot to your right side, and go with your point hard on his staff through below, and thrust nimbly and unexpectedly from your right over his left arm to his face. In thrusting, let go of your staff with your left hand, and give the right side the thrust, so that you reach in the further. In this thrust turn up your right hand together with the butt of your staff toward your left side, and draw your staff around your head, and in this drawing around spring in nimbly on your left side. Strike thus wickedly to his right shoulder. This blow together with the thrust should be done nimbly one after another and together. Then spring back, so that you may be sure to catch and grip your staff again.
1570 Edition · fol. Ⅲ.26r.3
[Ⅲ.26r.3] Wie du mit einer hand aussen uber seinen Lincken arm zu seinem
gesicht stossen, mit dem hindern ort durchwinden, und zur Rechten
achsel schlagen solt.
HAstu einem vornen von deiner Lincken gegen seiner Rechten angebunden, er aber ligt still
und arbeit nicht, so trit mit deinem hindersten Rechten fuß auff dein Rechte seiten, und gehe
hiemit auch mit deinem vordern ort hart an seiner Stangen unden durch, unnd stoß ihm behents
und ohnversehens von deiner Rechten uber seinem Lincken arm zu seinem gesicht, im hin= [Ⅲ.26v.1] ein stossen aber, so laß die Lincke hand von der Stangen, und gib die Rechte seiten dem stoß wol
nach, auff das du von uberzwerch dester weiter hinein langest, in solchem stossen wende die rechte
hand mit sampt dem hindern theil der Stangen ubersich gegen deiner Lincken, und zuck dein
Stangen hiemit umb dein Kopff, auch spring in disem umbzucken behends auff dein Lincke seiten,
schlage ihm also schlims gegen seiner Rechten achsel, Diser schlag zu sampt dem stoß sollen
behends auff einander und zusamen getrieben werden, spring als dann zu ruck, auff das du dein
Stangen wider sicher mit deiner Lincken hand aufffangen und ergreiffen mögest.
Ⅲ.26r.3Ⅲ.26v.1
44.39linked passage
44.40
Another, how you should wind through with the thrust.
Do it like this: if you find yourself in the straight defence in the approach, then thrust straight from your right to his left hand, that he has placed forward on his staff; but in the beginning, let yourself seem by your appearance as if you wanted to thrust to his face. When you come near his hand with your point, go through below his staff and step with your left foot well out to his right side, and take your head well aside with you, and turn your point thus in thrusting through outside over his right arm to the face - turn your open right hand well upward, inside your left arm, so the thrust goes the deeper.
1570 Edition · fol. Ⅲ.26v.2
[Ⅲ.26v.2] Ein anders, wie du mit dem stoß durchwinden solt.
DEm thu also, im zufechten so du ihn in gerader versatzung findest, so stoß ihm gericht von
deiner Rechten gegen seiner Lincken hand, die er dann in der Stangen vor führet, im anfang
aber, so laß dich doch mit geberden mercken als woltestu ihm in sein angesicht stossen, wann
du nun mit deinem vordern ort nahet an sein hand komest, so fahre under seiner Stangen durch
und trit hiemit auch mit deinem Lincken Fus wol gegen seiner Rechten seiten aus, in solchem aus
tretten nim dein Kopff wol mit, und wende also deinen vordern ort im durchstossen aussen uber
seinem Rechten Arm zum gesicht, im hinein stechen aber, wende dein Rechte offene hand wol
ubersich, an deinem inwendigen Lincken arm hinein, so gehet der stoß desto dieffer.
Ⅲ.26v.2
44.40linked passage
44.41
A swift and artful thrust against one who does not work, but rather lies strongly in the defence.
Mark, when you find your opponent in the straight defence in the approach, then place yourself thus also, and let yourself seem by your appearance, as if you wanted first wanted to see how you should fence; when he makes the slightest mistake, step quickly with your right foot out to his left side, and thrust over his left hand (which he has put forward on the staff) straight to his chest, not touching his staff with yours. In this thrust move your right hand well toward your left arm, and on the same inside, and turn your open left hand around upward, so the thrust goes the deeper, and hit surely, as you see set out in the picture on the left side in Figure E.
1570 Edition · fol. Ⅲ.26v.3
[Ⅲ.26v.3] Ein künstlichen und geschwinden stoß gegen dem der nicht
arbeiten, sonder starck in der versatzung ligt zu brauchen.
MErck wann du im zufechten deinen gegenpart in gerader Versatzung findest, so schicke dich
auch also, und laß dich mit geberden mercken, als woltestu dich aller erst umbsehen was dir [Ⅲ.27r.1] zu fechten sey, under des aber, wann er sich dessen am wenigsten versihet, so trit mit deinem rechten
Fuß eilents gegen seiner Lincken seiten aus, und stosse ihm oberhalb seiner Lincken hand (die
er dann in der Stangen vor führet) gerichts seiner Brust zu, doch also das du sein Stangen mit
der deinen nit rührest, in disem stoß führe dein Rechte hand wol gegen deinem Lincken arm, und
auff demselbigen hinein, zu dem so wende hiemit dein Lincke offene hand ubersich umb, so geht
der stoß dester dieffer, und triffst eben auff solche weiß an, wie dir solches an dem Bilde zur Lincken
hand in der Figur E. fürgestelt.
Ⅲ.26v.3Ⅲ.27r.1
44.41linked passage
44.42
Another: how you thrust upward through his face.
If your opponent presses on you in the bind, then stay hard on his staff with yours; as soon as he comes so close, that the staves touch together with the beginning of the second parts, then stay below with the hard bind on his staff, and push the butt end forward with your right hand, so that your tip points toward his right shoulder, then step well out to his left side with your right foot, and thrust with your staff (still staying hard on his staff) to his right shoulder. In thrusting, turn your right hand with the butt end around toward you again, toward your chest, so that your finger is at your chest and your open hand is above. While you thus thrust, staying hard on his staff, to his right shoulder, and in thrusting turn the butt of your staff toward you again, move your thrust upward, and hit him in the face; he must direct and perform the work very nimbly and strongly.
1570 Edition · fol. Ⅲ.27r.2
[Ⅲ.27r.2] Ein anders, wie du mit einem stoß ubersich
durch sein gesicht stossen.
TRinget dein gegenfechter im band auff dich, so bleibe mit deiner Stangen auch hart an der
seinen, als bald ihr beide so nahet komen seind, also das die Stangen im anfang des anderen
theils zusamen rühren, so bleibe under des mit dem band hart an seiner Stangen, und stosse
den hindern ort mit deiner Rechten hand von dir, also das dein vorderer ort auff seiner Stangen
gegen seiner Rechten achsel aussehe, zu dem so trit auch mit deinem Rechten Fuß wol auß
gegen seiner Lincken seiten, und stosse ihm mit deiner Stangen (doch das du mit deren hart auff
der seinen bleibest) gegen seiner Rechten achsel, im hinein stossen aber, wende dein Rechte hand
mit dem hindern ort wider zu dir, gegen deiner Brust umb, also das deine Finger an deiner brust
und die offene hand oben stehe, wann du also, dieweil du mit deiner Stangen hart auff der seinen
bleibest, gegen seiner Rechten achsel stossest, und im hin stossen dein hindern ort wider zu
dir wendest, so gehet dein stoß ubersich, und triffst ihn in sein gesicht, er muß aber sehr behendt
und mit sterck ins werck gericht und volführet werden.
Ⅲ.27r.2
44.42linked passage
44.43
At the same time as you make this thrust, lift your staff with both hands, and strike nimbly from above down to his face, and in this blow spring further toward his left side with your right foot.
1570 Edition · fol. Ⅲ.27v.1
[Ⅲ.27v.1] Zugleich mit disem stoß führe dein Stangen mit beiden henden ubersich, und schlage behend
von oben nider gegen seinem gesicht wider nider, in solchem schlag aber, spring mit deinem rechten
Fuß noch ferner gegen seiner Lincken seiten umb.
Ⅲ.27v.1
44.43linked passage
44.44
Another: how you should thrust a miss hard on his staff in front of him, and strike afterward long.
In the approach don't come too near to your opponent, and mark while he doesn't want to work, then thrust to his right side hard on his staff; as soon as he notices the thrust and repels it to his right, let your staff run off near his right side, and draw it around your head with your right hand, and strike a swift stroke with one hand to his left ear.
1570 Edition · fol. Ⅲ.27v.2
[Ⅲ.27v.2] Ein anders, wie du vor ihm hart an seiner Stangen
fehl stechen, und lang nachschlagen solt.
IM zufechten komme nicht zu nahet auff den Mann, und merck in dem er nicht arbeiten wil,
so stosse ihm gegen seiner Rechten seiten, hart an seiner Stangen hinein, als bald er den stoß
wehrt, und gegen seiner Rechten abweist, so lasse dein Stangen neben seiner Rechten ablauffen,
und zuck die mit der Rechten hand umb den Kopff, und schlage ihm mit einer hand ein geschwinden
streych zu seinem Lincken ohr.
Ⅲ.27v.2
44.44linked passage
44.45
A good stroke in the going over.
Do it like this: in the approach, as soon as you can reach the tip of his staff with the tip of yours, hold your point straight in front of his face, and turn yourself well on your right side, so that you turn your back to him, and while you turn your back, step with your right foot behind your left toward him, turning completely around on your right with this step, and strike with one hand, that is, around with your right hand, straight down to his head. This blow works very well when you do it right; if he thrusts at you while you are turning, he cannot reach you, because you were bound on his tip, and if he can reach you, to touch your exposed back, you surely hit him when he thrusts; the stroke runs so swiftly, that he cannot deliver any thrust before the same. You may also direct the stroke across from the middle in this turn.
DEn treib also im zufechten, so bald du ihm sein eusserste theil der Stangen, mit deinem eussersten
erlangen kanst, so behalt dein vordern ort gerad vor seinem gesicht, und wende dich
in dessen wol auff dein Rechte seiten, also das du ihm den rucken zuwendest, und in dem du ihm
den rucken darwendest, dieselbige weil trit auch mit deinem Rechten Fuß hinder deinem Lincken
zu ihm, mit solchem trit wende dich für vollen auff deine Rechte seiten umb, unnd schlag mit einer
hand, nemlich mit deiner Rechten hinden herumb, gerad von oben zu seinem Kopff, Diser
schlag geht sehr wol an wann du in recht machest, dann ob er wol in dem du dich zum streich umbwendest
herstöst, so kan er dich doch nicht langen, dieweil du ihm an seinem vordersten ort an= [Ⅲ.28v.1] gebunden hast, und ob er dich schon erlanget, so rühret er dir blößlich den Rucken, du aber triffst
ihn gewiß wann er herstöst, auch laufft der streych so geschwindt, das er vor demselbigen zu keinem
stoß kommen kan, du magst auch in solchem umbwenden den streych uberzwerch von der
mitte herführen.
Ⅲ.27v.3Ⅲ.28v.1
44.45linked passage
44.46
Another, with a Middle Blow.
When you can reach his staff with the tip of yours in the approach, then draw your staff around your head, and strike across with one hand from your right to his left ear. In this stroke step with your right foot toward his left side, and as your stroke connects, grip with your left hand hard on your staff again in front of your right, and pull your right hand and staff to your chest. While you thus pull your staff toward you, move your left hand along the staff, until your arm is lies outstretched widely on the staff, and thus the left hand (as a shield) moves on the staff in front of your face.
ALso, wann du im zufechten sein Stangen vornen mit deinem vorderen theil erlangen kanst,
so zucke dein Stangen gehlichen umb deinen Kopff, und schlage mit einer hand uberzwerch
von deiner Rechten gegen seinem Lincken ohr, zu solchem streich trit mit deinem Rechten Fuß
wol gegen seiner Lincken seiten zu, unnd in dem dein streich antrifft, so greiff mit deiner Lincken
hand hart vor deiner Rechten wider in die Stangen, und zeihe dieselbige dein Stangen mit deiner
Rechten hand wider an dein Brust, in dem du aber also dein Stangen an dich zeuhest, so fare
mit der Lincken hand für dir hin in die Stangen hinein, wo weit biß dein Arm ausgestreckt
auff deiner Stangen lige, und also die Lincke hand (als ein schilt) auff der Stangen vor deinem
gesicht führest.
Ⅲ.28v.2
44.46linked passage
44.47
The withdrawn thrust.
When you have bound your opponent, or stand before him in the defence, and he doesn't want to work, then thrust earnestly to his face, and look under it diligently; then he is ready to parry and bear off your thrust, so don't complete it, but rather draw it back again quickly through your left hand, so that you have your left hand fully outstretched in front of your face. As you pull back your staff, place yourself with a serious appearance, as if you want to go through below, and thrust on the other side; as you thus distract with looks, you must masterfully raise your lead foot and set it down again, and as you seem to be thrusting on the other side, while he moves out to the side against your thrust to turn the same aside, thrust straight ahead at the same point, that you originally drew back from. This should be done nimbly, and performed earnestly in all circumstances.
WAnn du deinem gegen fechter vornen angebunden hast, oder in der Versatzung vor ihm stehest,
und er nicht arbeiten will, so stosse ihm ernstlichen zum gesicht, mit einem weitern zutrit
deiner Lincken Fusses, unnd mercke under des fleyssig, so er bereit ist deinen stoß ab zutragen
unnd zu versetzen, so volfühere denselbigen nicht, sondern zucke den eylents wider zu [Ⅲ.29r.1] dir durch dein Lincke hand, also das du dieselbige Lincke hand gantz aus gestreckt vor deinem gesicht
habest, zugleich in dem du also dein Stangen wider zu dir zeuchst, so stelle dich mit ernsthafften
geberden, als woltestu unden durchgehn, und auff der andern seiten stossen, zu solchen verzucken
und geberden, mustu deinen vordern Fuß meisterlichen auff heben und wider nider setzen,
auff das es nicht anders scheine, dann als stechest du alben zu auff der andern seiten schon daher,
aber in dem er jetzt deinem stoß entgegen zur seiten ausfehrt, denselbigen ab zuweisen, so stosse du
nur wider gerad für dir hin an das selbige ort, davon du erstlich gezuckt hast, Dises alles sol behendiglichen
zugehn, und mit allen umbstenden ernstlich volbracht werden.
Ⅲ.28v.3Ⅲ.29r.1
44.47linked passage
44.48
However, when he works before you and would thrust at you, then set aside the thrust with your staff with a jerk, and move the parry nimbly into a thrust, but while your thrust is on its way, pull the same back again, as if you wanted to thrust through below again; then he will want to encounter it quickly, so while he sweeps to the other side, meaning to parry, thrust straight ahead again to where you pulled back from.
1570 Edition · fol. Ⅲ.29r.2
[Ⅲ.29r.2] Wann er aber vor dir arbeiten und auff dich herstossen würde, so setze im den stoß mit deiner
Stangen in einem ruck ab, und führe dem absatz oder der versatzung behend ein stoß nach, aber
auff dem weg in dem du hinein stossest, so zucke den selbige wider, sam du abermal unden durch
stossen woltest, so wirt er demselbigen eilent begegnen wöllen, in dem er aber der andern seiten
zuwischt, in meinung zuversetzen, so stosse gerad vor dir hin abermal an das ort von welchem du
gezucket hast.
Ⅲ.29r.2
44.48linked passage
44.49
With these withdrawn thrusts you can break all guards. For example, if you find your opponent in the Left Lower Guard, then thrust straight to his face, and meanwhile observe if he starts to strike into your thrust with his staff, then suddenly draw it back toward you a little, and nimbly go through below, and thrust him on his left side (while he is moving his staff upward) over his left arm to the face; but if he moves toward your staff, go through below again, and do so until you see your opportunity to reach an opening.
1570 Edition · fol. Ⅲ.29r.3
[Ⅲ.29r.3] Mit disen gezuckten stössen kanstu auch alle Leger brechen, Exempel also, findestu deinen widerfechter
in der Underhut zur Lincken, so stosse ihm gerad gegen seinem gesicht, und nim war
in dem er mit seiner Stangen aufffehrt dein stoß aus zuschlagen, so zuck den ohnvolbracht ein wenig
wider an dich, und fahr behends unden durch, und stoß ihm auff seiner Lincken seiten (dieweil
er noch im ubersich fahren ist) uber seinem Lincken arm zum gesicht, fehrt er deiner Stangen
aber nach, so fahr wider unden durch, unnd das so lang biß du dein gelegenheit ein Blöß zu
ereylen ersihest.
Ⅲ.29r.3
44.49linked passage
44.50
Winding.
If your opponent binds hard on your staff from his left side against your right, and presses hard towards you in the straight defence, so that you may not depart from his staff with any technique, then stay hard with the bind in front of his hand on the staff; press with the point toward his face, so that he is compelled to move up. As soon as he has raised his staff a little, stay with your point on his continually, and wind the butt end over nimbly from your right to his left above his, press it down, and strike him on the head with the fore end (so that your left hand comes over your right), as is shown in the middle of Figure D.
BIndet dein gegenmann von seiner Lincken gegen deiner Rechten, hart an dein Stangen,
und tringt mit gerader Versatzung hart auff dich hinein, also das du mit keinem stuck von
seiner Stangen abweichen darffest, so bleib mit dem Band hart vor seiner hand an der Stangen,
tringe mit dem vordern ort gegen seinem gesicht, auff das er gezwungen werdt auff zufahren,
so bald er mit seiner Stangen ein wenig auff in die höhe kommen ist, so bleib mit dem vordern
ort in dem allem gleichwol nach an seiner, und mit dem hindern winde im behendiglichen
von deiner Rechten gegen seiner Lincken, oben uber die seine, truck ihm die undersich, und schlag
ihm mit dem vordern theil (also das dein Lincke hand uber dein Rechte kom) auff sein Kopff,
wie dir solches die mitlern bossen in der Figur D. hievor anzeigen.
Ⅲ.29v.1
44.50linked passage
44.51
Another.
In the approach bind strongly from your right against his left on his staff, and work with the point again toward his face, so that he is compelled to raise his staff; as soon as and while he is still raising his staff, bend down, and spring toward him under his staff with your right foot, staying throughout continually with your point on his staff, and in this spring go through under his with the butt of your staff, and turn the same over his staff on his right side, so the point comes after, with which strike him on the head, or press down with the butt of your staff (while you have wound over), and tear out with the same, and thrust with the point to his face; but if he presses upward so strongly, that you can't force his staff down with the butt of your own, then wind your point (while you must go up with the butt from the pressing) up from below to his face, near his right arm, while he presses upward. However, if he wants to lift the butt of his staff (while you wind over his staff with the butt of yours) and wind over above, then quickly turn your point from your left against his right over his right arm in around his head, and catch him around the neck with your staff, and jerk him toward you on your left side.
IM zufechten binde ihm von deiner Rechten seiten gegen seiner Lincken starck an sein Stangen,
und arbeite ihm mit dem vordern theil abermals gegen seinem gesicht, damit er gezwungen
werde sein Stangen etwas in die höhe zu führen, als bald und in dem er noch ubersich aufffehrt,
so bucke dich, und spring mit deinem Rechten Fuß hinein zu ihm under sein Stangen, under
des bleibe gleichwol mit dem vordern theil hart an seiner Stangen, und mit dem hinderen
theil gehe mit solchem zusprung under der seinen durch, unnd wend mit demselbigen auff seiner
Rechten seiten uber sein Stangen, so kompt das vorder ort hernach, mit welchem schlage ihn
auff seinen Kopff, oder trucke mit deinem hindern ort (in dem du ubergewunden hast) undersich,
und reisse mit demselbigen zugleich auch auß, stoß ihn mit dem vordern ort gegen seinem ge= [Ⅲ.30r.1] sicht, ist er aber so starck im ubersich trucken, also das du ihm sein Stangen mit deinem hindern
ort nicht undersich zwingen kanst, so winde ihm den vordern theil (in dem du mit dem hindern
darzu getrungen, aufffahren müst) von unden auff, dieweil er ubersich tringt, neben seinem Rechten
arm zu seim gesicht, wo er dir aber (in dem du mit deinem hindern ort uber seine Stangen windest)
mit seinem hindern ort aufffahren und oben uberwinden wolte, so wende eilents von deiner
Lincken, mit deinem vordern theil gegen seiner Rechten, uber seinem Rechten arm hin uber
umb sein Kopff, und faß ihn mit deiner Stangen umb seinen hals, ruck hiemit auff dem Lincken
seiten zu dir.
Ⅲ.29v.2Ⅲ.30r.1
44.51linked passage
44.52
Or bind him from your right side against his left, and stay hard with your point on his staff, but turn the butt of your staff in from below between his hand and staff as you step in with your right foot. Tear out upward with it, as shown in the middle of Figure F printed hereafter; then work further with your point.
1570 Edition · fol. Ⅲ.30r.2
[Ⅲ.30r.2] Oder bind ihm von deiner Rechten gegen seiner Lincken an, und bleib also mit deinem vordern
theil hart an seiner Stangen, mit dem hindern ort aber wende in einem zu tritt deines
Rechten fuß, von unden zwischen sein hand und Stangen hinein, Reiß damit ubersich aus, wie
dir solches die mitlern bossen in nach getruckter Figur F. anzeigen, arbeite als dann ferner nach
deinem vortheil.
Ⅲ.30r.2
44.52linked passage
44.53
Item: Bind him from your left against his right, hard on his staff in front of his hand; stay with the same point hard on his staff, and wind the butt of your staff (with a spring of your right foot) over his staff, and over his right shoulder around his neck. Step further with your right foot behind his left, and throw him over your right leg, as you can see printed in Figure C.
1570 Edition · fol. Ⅲ.30r.3
[Ⅲ.30r.3] Item binde ihm von deiner Lincken gegen seiner Rechten, hart vor seiner hand in sein Stangen,
bleib mit demselbigen vordern ort hart an seiner Stangen, unnd mit dem hindern winde
im (mit einem zusprung deines Rechten fusses) uber seiner Stangen, und uber sein Rechte achsel
umb sein halß, trit under des nach ferner mit deinem Rechten fuß hinder sein Lincke, wirff ihn
uber dein Recht bein, wie du solches in hievor getruckter Figur C sehen kanst.
Ⅲ.30r.3
44.53linked passage
44.54
A staff-taking.
It often happens that both staves become bound together in the middle; when this happens, stay on his staff with yours, and let go with your left hand; invert it, grab both staves, and go through below with the butt of your staff. Press upward toward you with your right hand, so he must let go, or fall when you step back with your right foot.
ES begibt sich offt das beide Stangen in der mitte zusamen gebunden werden, wann sich nun
solches mit dir begibt, so bleib mit deiner Stangen an der seinen, und lasse dein Linck hand [Ⅲ.30v.1] ab, verkehr die, und greiff damit beide Stangen, und fahre demnach mit dem hindern ort under
seiner durch, ruck also mit der Rechten hand ubersich zu dir, so muß er die lassen, oder wann
du ihm mit deinem Rechten fuß hinder tritst, fallen.
Ⅲ.30r.4Ⅲ.30v.1
44.54linked passage
44.55
Driving.
Fence like this: when you are right foot forward in the approach, with your left hand foremost on the staff, lift up your staff with both hands toward your left shoulder, and thus strike strongly through (with a further step of your left foot) against his right from above to his fingers, ending in Right Lower Guard, with bent body, then tear strongly upward through his staff, ending again in Left Upper Guard. If he thrusts meanwhile, then strike down from above, and tear out up from below. Drive this one stroke strongly into three, four, or five together, until you see your opportunity to thrust.
DAs ficht also, wann du im zufechten mit deinem Rechten fuß vor bist, desgleichen auch die
Lincke hand in der Stangen vorführest, so erhebe dein Stangen mit beiden henden ubersich
gegen deiner Lincken achsel, schlage also (mit einem nach fernern zutrit deines Lincken fusses)
gegen seiner Rechten, von oben an seiner Stangen zu seinen Fingern starck durch, biß in
die rechte Underhut, mit wol nach gehencktem leib, als dann Reisse starck wider ubersich durch
sein Stangen, biß wider in die Lincke Oberhut, er stosse hie zwischen wann er wölle, so nimstu
ihm solche mit dem von oben niderschlagen, und von unden ubersich ausreissen aus, dises treib
ein streich drey, vier oder fünffe, mit sterck von unden zusamen, so lang biß du dein gelegenheit zu
stossen ersihest.
Ⅲ.30v.2
44.55linked passage
44.56
A technique from the Driving.
In the approach, as soon as you can reach your opponent, drive wickedly from above and below, as taught strongly together; when you have driven one stroke into four, then act as if you want to most earnestly and strongly strike to his right shoulder, but in striking down, move your staff nimbly hard on his staff through below, and step well out to his left side as you go through, and as you do so thrust over his left arm from the other side to his face.
IM zufechten so bald du den Mann erlangen kanst, als bald treibe schlims von oben und unden,
wie nechst gelehrt starck zusamen, wann du nun ein streich vier getrieben hast, so thu
zum letsten als woltestu abermals gantz ernstlich unnd stercker dann vor, gegen seiner Rechten
achsel schlagen, aber im herab schlagen, so führe dein Stangen lüstig behendiglich hart an seiner
Stangen unden durch, unnd trit in solchem durchfahren wol gegen seiner Lincken seyten aus,
stoß also in dem du durchgangen bist, von der andern seiten uber seinem Lincken arm zu seinem gesicht.
Ⅲ.30v.3
44.56linked passage
44.57
In all fencing observe diligently, that you in no way let yourself be provoked or deceived, and don't thrust a lone thrust expecially the forepart in the before, but if you find your opponent in a guard that gives you an opening, then you should not commit to the same thrust, but rather see if you can provoke him with withdrawn thrusts; afterward you may change through. But if he remains too long in his guard aforesaid, then you can suddenly overtake him, when he makes the slightest mistake. But if you have bound, and may not thrust well to some opening (in the before), put in a thrust hard on his staff, and feel precisely in thrusting, whether he wants to take out or strike out your thrust. As soon as you sense this, go through below with your thrust, and help his staff fully to the side, toward which he has struck out, or thrust in on the other side while he is striking out. But if you sense that he wants to thrust at the same time as you do, then don't move your staff, but rather act subtly and secretly or unnoticed, until he makes a full thrust. As soon as he thrusts, then move out his staff in your thrust, and fully put in your upraised thrust. Thus you should not be moving in all techniques, but rather attend to how he approaches, so you can the more smoothly encounter him.
1570 Edition · fol. Ⅲ.31r.1
[Ⅲ.31r.1] In allem Fechten nim fleissig war, das du dich in keinen weg abreytzen oder verführen last,
auch deine stöß ohn sonderlichen vortheil im Vor nicht ledig stossest, findestu aber deinen gegen
fechter in einer solchen Hut darinnen er dir ein Blöß dargibt, so soltu ihm nicht freffel zu derselbigen
stossen, sonder schauwen ob du ihn mit verzuckten stössen auffbringen, demnach durchwechseln
mögest, wo er aber in seinen fürgenomenen Legern zu lang verharret, so kanstu in ohnversehens
wol ereylen, wann er sichs am wenigsten versihet, hastu ihm aber angebunden, und
darffest aber entblössens halben nicht wol (im Vor) stossen, so führe einen stoß hart an seiner
Stangen hinein, und füle im hinein stossen eben, ob er dir wölle deinen stoß ausnemen oder
ausschlagen, als bald du das entpfindest, so gehe mit deinem stoß unden durch, unnd hilffe seiner
Stangen vollen gegen der seiten, gegen welcher er dir ausgeschlagen hat, oder stoß im dieweil
er nach ausschlecht auff der ander seiten hinein, empfindestu aber das er mit dir zugleich stossen
will, so biß nicht zu geh mit deinem stoß, sonder verhalt den fein heimlich oder ohnmerksam,
so lang biß er im vollen herstossen ist, als bald er dann herstöst, so führe im seine Stangen
in deinem hinein stossen aus, als dann stosse deinen angehebten stoß für vollen hinein, Also soltu
in allen stucken nicht zu geh sein, sonder auffmercken was er für habe auff dich zufechten, damit
du ihm dester füglicher begegnen könnest.
Ⅲ.31r.1
44.57linked passage
44.58
Another from the going through.
Drive again through his staff as before, once, twice, and when he makes the slightest mistake, then fall through below his staff, and quickly tear out his staff downward from your right toward your left, and let your staff go around your head, and strike long with one hand. But before I finish with this weapon, I will also run over and go through the others, because without it these three weapons fence from one ground.
TReibe abermals wie vor durch sein Stangen, ein mal zwey, und wann er sichs am wenigsten
versihet, so falle gehlingen under seiner Stangen durch, unnd reisse ihm demnach eylents
sein Stangen von deiner Rechten gegen deiner Lincken undersich aus, und laß hiemit dein
Stangen umb den Kopff fahren, und schlage mit einer hand lang nach, Ehe dann ich aber mit
diser Wehr schliesse, will ich zu voren di andern auch uberlauffen, und durchgehn, dieweil ohne
das dise drey Wehr aus einem grund gefochten werden.