SO vil nun den langen Spieß anlanget, hastu erstlich die Leger, deren seind sechs als da ist
die Oberhut zum schlag, Mittelhut, und der Olber, demnach die Oberhut auff deiner Lincken achsel zum stoß,
Ⅲ.38v.5
46.1linked passage
46.2
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1570 Edition · fol. Ⅲ.38v.6
[Ⅲ.38v.6] Item die Underhut auff deinem fürgeseckten kni, sampt der Dempffhut, wie dann solche in der ordnung nach
einander beschriben, als dann folgen die drey furnemsten stöß, als der Ober zum gesicht, der Under zum gemecht,
der dritte de Brust zu, in welchen dreyen die andern alle verfast unnd begriffen, Demnach zum letsten die stuck
auß den Legern, sampt ihren anhangenden Bruchen.
Ⅲ.38v.6
46.2linked passage
46.3
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ZU deren schicke dich also standt mit dem Lincken fuß vor, und halte das hinder ort deines Spieß mit der Rechten
hand, an der Rechten weiche, und mit der Lincken führe denselbigen mit dem vordern theil ubersich vor dir her.
Ⅲ.39r.1
46.3linked passage
46.4
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WAnn du nun den hindern ort (wie jetz gelehrt) an deiner Rechten weiche behaltest, und last das vorder theil deines
Spiesses undersich sincken, also fern biß das dasselbige deinem gegenfechter in sein gesicht stande, so heist
es zwischen der obern und undern, die Mittelhut oder gerade versatzung, Wann du als dan den hindern ort ferner
hinder dir außgehn lassest, also das du dein Spieß in der mitte auff jetz gedachte form, den vordern ort gegen seinem gesicht
führet, so wirt solches die Feldhut genant unnd geheissen, darumb dieweil der lange Spieß ohngefahrlich
auff solche form der mehrer theil im felt zur gegenwehr also geführet wirt.
Ⅲ.39r.2
46.4linked passage
46.5
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FIehre deinen Spieß mit dem hindern ort, wie oben bey der Oberhut gemelt, an der Rechten weiche, und lasse
das vorder theil desselbigen gerad vor dir außgestreckt auff der erden ligen, doch das du den mit beiden henden
also gefast habest, damit du denselbigen nach deinem gefallen, so offt das not sein wirdt, zu einem stoß durch das gewicht
auffschwingen mögest, wann du nun deinen Spieß, das hinder ort mit der Rechten hand in derselbigen weiche,
die Lincke hand aber im Spieß hinein außgestreckt und mit dem vordern theil auff der erden führest, zu welcher
seiten als dann das vorder theil verruckest, es sey gegen Rechter oder Lincken seiten, so heist es die Nebenhut.
Ⅲ.39r.3
46.5linked passage
46.6
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1570 Edition · fol. Ⅲ.39r.4
[Ⅲ.39r.4] Wechsel aber, wann du von einer seiten zur andern abwechselst, dann sonst kein Leger darin man still steht, von
ihm selber wechsel genant kan werden.
Ⅲ.39r.4
46.6linked passage
46.7
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WAnn du im zufechten mit dem Lincken fuß vorkommest, unnd hast deinen Spieß vor deiner Lincken hand auff
deiner Lincken achsel ligen, wie dir dann solches an dem obern Bilde zur Rechten hand, in der Figur C. furgebildet,
so hastu es recht gemacht, magst also hierauß Fechten, wie du hernach gelehrt wirst.
Ⅲ.39r.5
46.7linked passage
46.8
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ZU deren schicke dich also, stand abermals mit dem Lincken fuß vor, und halt dein Spieß mit der Lincken hand
auff deinem vorgesetzten kni, also das der vorder ort ubersich, dem man gegen seinem gesicht stande, fast auff solche
form wie dir das grosser Bild im spitz zu vorderst am Buch under dem Tittel anzeigt.
Ⅲ.40r.1
46.8linked passage
46.9
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WAnn du mit dem Lincken fuß vorstehest, und deinen Spieß mit dem hindern ort inwendig an deinem Rechten
schenckel angesetzt, auch mit außgestreckter Lincker hand, auff das weitest so dir immer müglich, in den Spieß
stangen hinein griffen hast, also das du deinen Spieß in gewaltiger stercke in einem weiten stand, aller ding wie
dir solches in Figur I. zur Lincken hand fürgemahlet, vor dir her führest und haltest, so hastu es recht gemacht,
kanst ihm also hierauß seine stangen undersich dempffen, und auff halten nach deinem gefallen, darumb dann dise
Hut Dempffhut geheissen und genant wirdt.
Ⅲ.40r.2
46.9linked passage
46.10
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1570 Edition · fol. Ⅲ.40r.3
[Ⅲ.40r.3] Von Stössen wie du die frey fliegendt ins
werck richten solt.
DIeweil aber von aller hand stossen, nach der lenge in stucken folgen wirt, wil ich dir allein den Ober und Understoß
(wie die ins werck zu richten seind) anzeigen also. Führe deinen Spieß in der Oberhut, auff d einer[!]
Lincken achsel, davon hievor gelehrt, gibe also deinem Spieß vornen einen heimlichen schwung, unnd trit under
des mit deinem Lincken fuß furt, stoß also mit disem fürtrit (dieweil dein Spieß noch im vorigen schwung ubersich
fleugt) für dir hin gegen seinem gesicht, also das deine beide arm nach ende des stoß, auff das weitest außgestreckt
seyen, indes dieweil dein Spieß wider undersich gegen der erden sinckt, soltu mit dem Lincken fuß noch ferner
fürttretten, und dein Spieß (ehe dann er volkomen zu der erden gesuncken ist) mit beyden henden wider zu dir ziehen,
auch dein obern leib dem Spieß noch undersich sencken, und denselbigen hiemit auff dem wol fürsich gebogen
kni in die Underhut sincken lassen, also das der vorder ort dem man in sein gesicht stande.
Ⅲ.40r.3
46.10linked passage
46.11
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WAnn du nun deinen Spieß in der Underhut hast, so gibe demselbigen vornen abermal einen schwung, unnd
in dem selbigen schwung stosse mit beiden henden fürsich auff, gegen seinem gesicht, als bald deine Arm durch
solches gegen seinem gesicht stossen, auff das eusserste gestreckt seind, so zucke denselbigen mit wider auffgerichtem
leib (ehe dann er den schwang undersich zufallen bekommet) wider hindersich zu dir auff die Lincke achsel, in die
Oberhut.
Ⅲ.40v.1
46.11linked passage
46.12
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1570 Edition · fol. Ⅲ.40v.2
[Ⅲ.40v.2] Wann du dise zwen stich zusampt dem fliegenden recht machen und treiben kanst, so werden dir die andern alle
zu Fechten dester leichter werden, Nun will ich ferner ein Leger nach dem andern, die stuck darauß anzuzeigen und
lehren fürnemen, Dieweil aber von der ersten Oberhut, hernach bey den Brüchen, auff die Leger füglicher gesagt
wirt, will ich mit der andern Oberhut meinen anhab nemen, auß welcher ficht also.
Ⅲ.40v.2
46.12linked passage
46.13
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SOvil nun die stuck und das Fechten im Spieß belanget, will ich dich zu vorderst ermant und erinnert haben,
das du fleissig achtung geben wöllest, auff die Vor und Nachstöß, wie ich dir dann alle stuck (wo es nötig sein
wirdt) in dreyerley weg zu verzichten, anzeigen und lehren wil. Und zum ersten, wann du in der oberhut, also,
das du dein Spieß auf der Rechten achseln ligen hast, mit deinem Lincken fuß vorstehest, und er dein gegenfechter
stoßt gegen deiner Lincken her, so trit mit deinem Rechten sprungsweiß wol gegen seiner Lincken, aus seinem
stoß, stoß also zugleich mit ihm hinein, auch lasse im hinein stossen, die Lincke hand vom Spieß ab, unnd wende
hiemit dein Rechte seiten deinem stoß wol nach, wann du nun also behendiglichen außgesprungen, auch im hinein
stossen dein Rechte hand gegen deiner Lincken ubersich gewendet, und den Rechten arm dapffer außgestreckt hast,
so fehlet er, und triffestu, nach dem du dich nun also verstossen, so rucke als bald den hindern ort mit der Rechten
hand wider ubersich zu dir, in dem du aber deinen Spieß also zu dier ruckest, so trit mit dem Rechten Fuß wider zuruck,
und dieselbige weil greiff auch mit der Lincken hand wider an dein Spieß, mit der Rechten hand winde mit
gewalt undersich so schwinget sich dein Spieß vornen wider ubersich, und bringest denselbigen also wider in dein
gewalt.
Ⅲ.40v.3
46.13linked passage
46.14
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WAnn er aber nicht zu erst stossen noch arbeiten will, so erhebe deinen Lincken fuß, unnd lasse dich mit geberden
mercken, als woltestu gewaltiglich gegen ihm von Oben stossen, thu es aber nicht, sondern tritt mit deinem
auffgehebten Lincken fuß weiter fürt zu ihm, und im wider nider setzen desselbigen, stosse von der achseln gegen seinem
gesicht, Disen stoß lasse aber wie gemelt nicht fürtgehn, sonder verschwing deinen Spieß eben in dem jetz gemelten
fürttretten und nidersetzen deines fusses, mit dem hindern theil undersich auff dein fürgesetzt Linck kni, in
die Underhut, aldo wart, dieweil er ohn zweiffel bald nachstossen wirdt, dann so du jetzgemelten stoß mit ernsthaftten
geberden recht geführet hast, so scheint es nicht anders, dann als habestu dich verstossen, derhalben er dardurch
angereitzt wirt, mit seinem stoß zu eilen, unnd verstoßt sich hiemit selbs, denselbigen stoß (welchen so bald er
den herführet) nim ihm mit einem seiten schlag (doch das du mit demselbigen nicht verfahrest) auß, und stoß vom
schenckel gerad für dir hin, gegen seinem gesicht.
Ⅲ.41r.1
46.14linked passage
46.15
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SChicke dich in die Underhut also, das du deinen Spieß auff deinem fürgesetzten kni, das das vorder ort gegen
des mans gesicht stand, ligen habest, davon du oben gelehrt bist, und nim aldo fleissig wahr auff sein herstossen
zu welcher seiten er herstoßt, so trag ihm seinen herfliegen stoß mit verwenden ab, unnd trit zugleich gegen der
andern seiten mit den hindern fuß aus, und stoß also zugleich mit ihm hinein.
Ⅲ.41r.2
46.15linked passage
46.16
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WIll er aber nicht zu erst stossen, sonder wartet auff den deinen, so binden ihm in die mitte seiner stangen an, und
fühle aldo ob du ihm die in einem eyligen und uhnversehenen, truck auff ein seiten außrucken könnest, demselbigen
truck nach, lasse behend dein Spieß fürt schiessen gegen seinem gesicht, Oder so du ihm also hast angebunden,
so wechsel fürsichtiglich einmal zwey, under seinem Spieß zu beiden seiten durch, und merck under des fürs
erste fleissig auff welche seiten er sich deinem durchwechseln nach verfahren wirt, das du ihm dieweil behendiglichen
mit stossen zur Blöß eylest, Fürs ander wann dir einer nun also durchwechselt, so nim fleissig war, wo er sich mit [Ⅲ.41v.1] seinem Spieß im durchwechseln zu weit undersich oder auff ein seiten vergibt, wie das dann leichtlich geschehen
kan, so stoß ihm dieweil der also durchwechselt, fürsichtig und behend zum gesicht, Fürs dritt eben darumb dieweil
du vermerckest das er dir auff dein durchwechseln lauren, so wechsele im erst durch, unnd merck aber fleissig dieweil
du vor ihm also durchwechselst, auff sein herstossen, als bald sein stoß herfleugt, so schlage im den mit einem seiten
schlag auß, und stoß behendiglich nach, Wirstu gewahr das dich einer mit seinem durchwechslen zum stoß anreytzen
und umb denselbigen betriegen will, so thu als verstandestu das nicht, und stoß ihm ernstlich doch fürsichtig,
also das du deinen Spieß nicht auß deinem gewalt fahren lassest, hinein ihm zu, unnd in dem er dir den will außschlagen,
so wechsel mit deinem stoß unden durch, so schlecht er nicht allein vergebens auß, sonder verfehret sich
auch mit seiner Stangen zu weit auff ein seiten, damit er die ander seiten blöst, darumb stoß im dieweil er also außschlagen
will, nach deinem durchwechseln auff der andern seiten hinein.
Ⅲ.41r.3Ⅲ.41v.1
46.16linked passage
46.17
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IM zufechten schicke dich in die Mittelhut, gegen welche seiten er dir als dann hersticht, so trit du auff die andere
seyten, und stoß mit ihm zugleich, im hinein stechen aber, so wende die Lange schneide gegen seiner Stangen,
damit du seinen stoß dester sicherer hiemit von dir abweisest.
Ⅲ.41v.2
46.17linked passage
46.18
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1570 Edition · fol. Ⅲ.41v.3
[Ⅲ.41v.3] So er dir aber zu deinem undern leib herstossen wirt, so hebe den hindern theil deines Spiesses ubersich, unnd
lasse hiemit das vordertheil desselbigen undersich sincken, und schlage ihm hiemit seinen herfliegenden stoß zwischen
dir und ihm, mit hangender Stangen zur seiten auß, und stoß ihm behendiglich mit wider ubersich gewender stangen
zur Blöß. Begegnet dir aber dein gegenfechter in gleicher Hut, so binde ihm mit ernsthafften geberden an,
und ehe er sich des versihet, so trucke ihm seine stangen mit einem neidlichen truck zur seiten auß, und in dem er sich
gegen deinem außtrucken sperren und widerhalten will, so fahr eylens under seinen Spieß durch, und stoß auff
der andern seiten mit einem außtrit hinein.
Ⅲ.41v.3
46.18linked passage
46.19
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MErck wann du im zufechten (nach außweisung obgemelten Bildes, in der Figur I. zur Lincken hand) in die
Dempffhut ankommen bist, so behalte deinen Spieß in gewaltiger stercke, also das er dir denselbigen nicht [Ⅲ.42v.1] leychtlich außschlagen noch außrucken möge, und nim wahr stoßt er gegen dir her, es seye gleich gegen Rechter
oder Lincker seiten, so trit von seinem stoß zur seiten auß, und stoß mit ihm zugleich hinein, oder setze ihm seinen
herfliegende Stangen ab, und stoß abermal mit einem außtrit gegen ihm hinein, oder Dempffe ihm sein Stangen
(in dem sie zum stoß herfleugt) von Oben nider, und stoß behendiglichen ehe dann er sich wider erholt, gegen
seinem desicht, fühlestu aber das er so behendiglich mit seinem Spieß ubersich fehrt, also das du ihm mit dem
stoß nicht ereylen kanst, so wechsele (in dem er ubersich sehrt) under seinem Spieß durch, unnd stoß auff der andern
seiten hinein.
Ⅲ.41v.4Ⅲ.42v.1
46.19linked passage
46.20
No translation yet — showing the Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens transcription.
1570 Edition · fol. Ⅲ.42v.2
[Ⅲ.42v.2] Wo er aber zu erst nicht stossen wolt, sonder stelte sich gleichfals in starcke versatzung, so binde ihm hart in die
mitte seiner Stangen, und trucke ihm dieselbige hart undersich von dir, helt er hart wider, und truck ubersich, so
fahr eylents und behend unden durch, und falle ihm von der andern seiten wider seinen Spieß, truck abermal mit
gewalt undersich von dir, und das treibe von beyden seyten, so lang biß du ihn ermüdest unnd krafftloß machest,
also das er den nicht lenger in seinem gewalt erhalten mag, stosse ihm als dann (dieweil er also mit seinem Spieß
noch baumelt) der nechsten Blösse zu.
Ⅲ.42v.2
46.20linked passage
46.21
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1570 Edition · fol. Ⅲ.42v.3
[Ⅲ.42v.3] Herwiderumb wann dir einer also hart ahn deinem Spieß ligt, und will dir die also zur seiten undersich austrucken,
so nim dich an als woltestu hart widerhalten, und dargegen trucken, aber in dem wann er sich dessen am wenigsten
versihet, so wechsele eilents under dem seinen durch, und fall ihm von der andern seiten wider an seinen
Spieß, und trucke im den eben gegen der seiten, gegen welche er dir deinen außtrucken hat wöllen, so zwingestu
ihm den undersich, also das er sich schwerlich ohngeletzt oder ohn schaden wider erholen mag.
Ⅲ.42v.3
46.21linked passage
46.22
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1570 Edition · fol. Ⅲ.42v.4
[Ⅲ.42v.4] Will dir dein gegenfechter, von wegen deines außtruckens under deinem Spieß durchgehn, so falle ihm alwegen
(dieweil er noch also im durchwechseln ist, von der andern seiten mit dem band hart an sein Spieß, und das
gegen beiden seiten, ihe lenger ihe weiter uber die mitte seiner Stangen, damit er an keinem ort zu früchten noch
durchkommen könne oder möge, so lang biß du dein gelegenheit zustossen ersihest.
Ⅲ.42v.4
46.22linked passage
46.23
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IM zufechten führe deinen Spieß mit dem vordern ort ein wenig zur seiten auß auff der erden, aller dings wie
das ober Bild zur Lincken hand, in der Figur C. anzeigt, als bald nun einer gegen dir hersticht, so trit be= [Ⅲ.43r.1] hendiglichen gegen seiner Lincken seiten, wol auß seinem stoß, und erhebe hiemit deinen Spieß in einem schwung
von der erden, stosse also mit ihm zugleich hinein, oder nim ihm seinen herfliegenden stoß mit halber schneide ubersich
aus, und stoß behendiglich nach.
Ⅲ.42v.5Ⅲ.43r.1
46.23linked passage
46.24
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1570 Edition · fol. Ⅲ.43r.2
[Ⅲ.43r.2] Will er aber nicht zu erst stossen, sonder führet seinen Spies gerad vor ihm her, so erhebe deinen Spies eilents
und schlage im mit einem seiten schlag den seinigen starck aus, als bald stoß behendiglich nach, helt er aber starck
herwider, so fahr nach solchem schlag behend unden durch, und stosse auff der andern seiten mit gewaltigem austretten
hinein. Wann dir einer deinen Spieß (wie nechst gelehrt) ausschlagen wolt, so wechsele, (in dem er also
herschlecht) unden durch, und stoß ihm (dieweil er mit seinem Spieß also verfellet, auff der andern seiten hinein.
Ⅲ.43r.2
46.24linked passage
46.25
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1570 Edition · fol. Ⅲ.43r.3
[Ⅲ.43r.3] Standt aber mit dem Lincken fuß vor, halt dein Spieß mit dem hindern ort an deiner Rechten weiche, unnd
mit dem vorderen ort gegen deiner Lincken seiten ausgestreckt, auff der erden, wann du nun also vor einem stehest
in diser Hut, und er dein widerfechter stoßt gegen dir her, so trit mit deinem Lincken fuß wol gegen deiner Lincken
seiten aus seinem stoß, erschwing hiemit deinen Spieß, und stoß (in dem du austretten bist, und er herstost) oberhalb
seinem Spieß zugleich mit ihm hinein, oder schlag ihm seine Stangen mit der deinen auß, als dann stoß eylents und behend nach.