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1570 Edition · fol. Ⅱ.51v.2
[Ⅱ.51v.2] Von der theilung des Manns, und der Wehr, und von ihrem gebrauch. Cap. 2.
OB wol bisher von der theilung des Manns so vil gehandelt, also das sich ein jeder auch in diser Wehr leichtlich darnach richten köndte, so hat es mich doch für notwendig angesehen, von der selbigen nach gelegenheit des Rappiers, dieweil solches im gebrauch von andern teutschen Wehren underscheiden, alhie weitleuffiger auff solche weiß zu handlen, damit du nachgesetzte Häuw gegen des Manns leib hoch oder nider, mit mehrem verstand dester sicherer führen lernen köndest, und helt sich mit der theilung also, der Mann wirt gleichfals wie hievor mit einer auffrechten Lini in Linck und Recht underscheiden, derselbigen Lini aber werden noch zwo andere gleiche auffrechten Lini zugesellet, mit welchen beide die Rechte und Lincke achsel an den seiten herab durch schnitten werden, zum andern so wirt er auch mit dreyen Schlimen hangenden Lini ubereck in vier theil abgetheilt und underscheiden, also das die erste Lini anhebt auf seiner lincken Achsel hart am Hals, streicht fernern uber das obertheil seiner Brust, und endet sich under seinem Rechten arm, Die ander hebt an oberhalb seiner Lincken hüfft, und durch streicht schlims seinen Bauch, endet sich demnach am anfang seines rechten Schenckels, Die dritte aber hebet an in der dicke seines Lincken schenckels, unnd endet sich auff der andern seiten bey seinem lincken Knie, wann du nun disen zugegen von der andern seiten auch drey Lini ubereck, schlims durch den Mann auff jetz gemelte weiß herzeuchst, so finden sich drey kreutz auff solche form wie [Ⅱ.52r.1] du solches hernach fürgemalt sehen wirst, eben desgleichen werden auch zum driten noch drey andere Lini uberzwerch durch den Man (dardurch der selbige abermals in vier theil abgetheilet wirt) gezogen. Dise bißher gelehrte theilung dienen dir erstlich und fürnemlich dazu, das du dich nach solchem mit des leibs bewegungen zu deinen Häuwen, die du dann entweders nach seinem obern oder undern leib herführest, wissest unterschiedlichen nach noturfft an zuschicken, dann wann du deine Häuw sie geschehen von Oben, schlims, uberzwerch, oder von Unden gegen seinem obern theil her führest, so mußtu mit deinem leib auch auffrecht und hoch bleiben, auff das dein Achsel so vil dein lenge zugibt dem oberntheil, nach welchem gehauwen oder gestochen wirt gleich stande, welche mit den andern Häuwen die du gegen seinem undern leib führest, nicht geschehen soll, sonder ihe niderer du hauwest, ihe mehr du mit deinem obern leib nider gesenckt komen solt, welches dann mit tretten zu wegen bracht werden muß, wie du dessen in häuwen hernach weiter bericht finden wirst, dann so du zu den häuwen welche du gegen seinem obern leib zu hauwen für hast, mit deinem leib nider komen woltest, so wurde hiemit dein streich verkürzt, desgleichen wann du woltest unden hauwen, und mit deinem leib auffrecht unnd hoch bleiben, so wurde dardurch dein Hauw nit allein verkürzt, sondern gebest hiemit auch deinen obern leib gantz bloß dar.